Braunschweig - Gladbach 1:1 : Slapstick auf beiden Seiten

Zwei Tore für die Tonne: erst lenkt sich Braunschweigs Torwart Davari einen Ball selbst ins Tor, dann bekommt Gladbachs Torwart ter Stegen einen relativ harmlosen Rückpass zugespielt.

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Ein Nachmittag zum Vergessen: Marc-André ter Stegen patzte bei einem Rückpass - die Braunschweiger freut's.
Ein Nachmittag zum Vergessen: Marc-André ter Stegen patzte bei einem Rückpass - die Braunschweiger freut's.Foto: dpa

Aus dem Patzer des Tages war noch ein kleiner Hoffnungsschimmer entstanden. Das kuriose Eigentor von Marc-Andre ter Stegen, dem eigentlich klug mitspielenden Torhüter von Borussia Mönchengladbach, hatte in der 52. Minute überraschend Schwung in eine bis dahin schwache Begegnung gebracht. Rückgabe Filip Daems, verunglückte Ballannahme von ter Stegen, Eigentor: Diese kuriose Szene bescherte Eintracht Braunschweig im Heimspiel gegen Gladbach zumindest ein 1:1 (0:1).

Aber es reichte eben nur zu einem Zähler, weil sich die Niedersachsen in der ersten Halbzeit ähnlich dumm angestellt hatten. Ihr Schlussmann Daniel Davari musste einen Eckball von Raffael unglücklich zum 0:1 passieren lassen und hatte den Nachmittag der Slapstick-Einlagen damit eröffnet.

Auf der Suche nach Gründen und dem Wieso für ihren bevorstehenden Abstieg werden die Braunschweiger Profis wohl auch auf den 23. Spieltag ratlos zurückblicken. Ihr Gast aus Mönchengladbach hatte einen Auftritt gezeigt, der erst ordentlich und später lethargisch ausfiel.

Braunschweigs Boland und Davari irritierten sich gegenseitig - 0:1

Trotzdem war der Ball in der 24. Minute irgendwie rein ins Braunschweiger Tor gekullert. Nach einem Eckball von Raffael fühlte sich Schlussmann Davari von seinem Kollegen Mirko Boland irritiert. Was kurios aussah, endete mit einer äußerst unglücklichen Aktion. Raffael bejubelte das halbe Eigentor zum 0:1. Die Führung für Gladbach, das in der Rückrunde immer noch ohne Sieg ist, war vor 23.200 Zuschauern nur bedingt verdient.

Das Verharren von Eintracht Braunschweig auf dem letzten Tabellenplatz ist und bleibt einem Mangel an individueller Klasse zuzuschreiben. Als Team funktionieren die Schützlinge von Trainer Torsten Lieberknecht passabel. Aber welche Gelegenheit zu einem Tor ihnen die Gladbacher auch anboten: Sie wurde nicht angenommen.

Vor allem die Stürmer Domi Kumbela und Harvard Nielsen versäumten es, die vorhandenen Chancen zu nutzen. Wer sich in Braunschweig ein wenig Schwung davon versprochen hatte, dass der Vertrag von Lieberknecht vorzeitig bis 2017 verlängert wurde, sah sich getäuscht. Es muss sich bei dieser Personalie um das klare Signal handeln, den Planungen für die Zweite Liga eine solide Grundlage zu geben. Die treuen Eintracht-Fans hatten nur wenig zu bejubeln und mussten sich an diesem Nachmittag mit der Schadenfreude über ter Stegens kuriosen Aussetzer begnügen.

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