Bremen - Enschede 4:1 : Pizarro schießt Werder in die nächste Runde

Aufatmen und Erleichterung im Weserstadion: Werder Bremen hat durch ein 4:1 über Twente Enschede ein vorzeitiges Aus im internationalen Wettbewerb abgewendet.

Frank Hellmanm[Bremen]
Bremen
Hugo Almeida freut sich mit dem Torschützen Naldo über den 3:0-Zwischenstand. -Foto: dpa

Mit einem verdienten 4:1 (3:1) gegen Twente Enschede nach Toren des überragenden Claudio Pizarro (15., 20. und 58.) und Naldo (27.) bei einem Gegentreffer von Luuk de Jong (33.) machte der Bundesligist im Rückspiel der Europa League die 0:1-Hinspielniederlage wett und zog ins Achtelfinale ein. Die in der Bundesliga hinter den eigenen Ansprüchen gebliebenen Hanseaten tun gut daran, sich nun im März auf die beiden Cup-Wettbewerbe zu fokussieren - in der Liga spielt man schon am Samstag beim FSV Mainz 05.

Dort wird abermals Torwart Tim Wiese nicht dabei sein, der sich einen Muskelfaseranriss im Adduktorenbereich zuzog und vermutlich auch für das Länderspiel gegen Argentinien am 3. März ausfällt. Vor seinem Vertreter Christian Vander hatte Werder-Trainer Thomas Schaaf eine neue Formation mit Pizarro als hängender Spitze hinter und neben Hugo Almeida angeordnet, eine überaus effektive Maßnahme. Almeidas scharfe Flanke drückte nämlich Pizarro zum 1:0 über die Linie (15.), dann schloss der 31-jährige peruanische Torgarant eine Musterkombination über die wie aufgedreht spielenden Youngster Marko Marin und Mesut Özil mit dem 2:0 ab (20.). In dieser Phase spielte der Gastgeber die niederländischen Gäste beinahe schwindlig, was eben vor allem an den trickreichen Jungstars Marin und Özil lag. Nicht minder sehenswert das 3:0, als Naldo den Ball nach einer feinen Ballstafette ins leere Tor schob. Doch Werder wäre nicht Werder, würde sich nicht sogleich die nächste Nachlässigkeit einschleichen: Luuk de Jong bestrafte mit einem Kopfball einen der vielen Stellungsfehler des heillos überforderten Linksverteidigers Aymen Abdennour (33.).

Im zweiten Durchgang hatten die Bremer Mühe, ihre Offensivpower aufrecht zu halten. So kam, was kommen musste: Kollektives Zittern setzte ein, vor allem als Bryan Ruiz freistehend nur den Pfosten traf (57.) - bei einem 3:2 wäre Werder ausgeschieden. Praktisch im Gegenzug machte dann Pizarro per 16-Meter-Schuss alles klar (58.). Es war bereits sein 21. Pflichtspieltor in dieser Saison. Die Sprechchöre für einen der verlässlichsten Bundesliga-Goalgetter hatte er sich daraufhin redlich verdient.

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