Bremen - Freiburg 2:1 : Halbe Kraft, volle Punktzahl

Schwache Werderaner gewinnen in einem furchtbaren Spiel 2:1 gegen Freiburg. Kein gute Voraussetzung für das anstehende Champions League-Spiel bei Twente Enschede.

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Hand aufs Herz: Gut war es nicht, was Almeida und Co. beim 2:1 gegen den SC Freiburg ablieferten.
Hand aufs Herz: Gut war es nicht, was Almeida und Co. beim 2:1 gegen den SC Freiburg ablieferten.Foto: dpa

Bremen - Mit dem Freimarkt hat in Bremen am Freitag die fünfte Jahreszeit begonnen. Doch wer geglaubt hätte, der SV Werder würde zum größten Volksfest im Norden einen Stimmungsaufheller beisteuern, der wurde am Samstagnachmittag im Weserstadion enttäuscht. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg kamen biedere Hausherren nach äußerst schwacher Leistung, aber Toren von Aaron Hunt und Hugo Almeida beim zwischenzeitlichen Ausgleich von Julian Schuster zu einem glanzlosen 2:1. „Das Ergebnis ist gut, das Spiel war nicht so gut“, sagte ein unzufriedener Thomas Schaaf, „wir hatten einen klaren Fahrplan, den haben wir leider nicht umgesetzt.“ Bis zum Winter will Werders Cheftrainer „noch einiges an Punkten zusammenbringen“, doch in dieser Verfassung wird sein Verein wohl eher im Bundesliga-Mittelmaß versumpfen. Auch für die Champions League am Mittwoch bei Twente Enschede verheißt die über weite Strecken fahrige, ja lethargische Vorstellung nichts Gutes. „Wir haben in allen Bereichen noch Verbesserungsmöglichkeiten“, sagte Schaaf.

Allein der humorlose Schuss von Hunt zum 1:0 und der vom eingewechselten, weil noch nicht vollständig genesenen Claudio Pizarro gut vorbereitete Kopfballtreffer von Almeida zum 2:1 deuteten auf Bremer Qualitäten hin. „Als Mannschaft können und müssen wir viel besser spielen“, sagte Klaus Allofs. Der Vorstandschef hatte hernach allerhand Fragen zu beantworten, ob der wenig erwärmende Kick vielleicht eine Folge der angeblich eingefrorenen Gehälter gewesen sei. Im Grunde dementiert das niemand an der Weser, doch Allofs mag weiter kein Statement dazu abgeben, „das hat mit Vertrauen zu tun, wir haben die Vorgehensweise mit den Spielern intern klar abgesprochen.“ Die Kritik aus der Spielergewerkschaft VdV lasse ihn kalt, denn: „Die VdV hat sich zu Dingen geäußert, von denen sie keine Ahnung hat.“ Allofs zieht als Beleg für die Richtigkeit des Vorgehens die vergangenen drei Ligaspiele heran: Da steht ein Sieg gegen Hamburg, ein Unentschieden in Leverkusen und der Sieg gegen Freiburg. So unansehnlich letzterer auch war. Frank Hellmann

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