Sport : Bremen im Schongang ins Halbfinale

Werder Bremen war eine Nummer zu groß für die Bayern-Amateure und ist bei Eis und Schnee im Schongang ins Pokal- Halbfinale gerutscht.

München (01.03.2005, 22:26 Uhr) - Glanzlos, aber hochverdient setzte sich der Meister und Pokalsieger am Dienstagabend bei widrigen Bedingungen im Viertelfinale mit 3:0 (2:0) bei den Amateure des FC Bayern München durch. Für die Bremer waren vor 4675 Zuschauern auf dem kaum bespielbaren Platz im Grünwalder Stadion der zweifache Torschütze Tim Borowski (8./60. Minute) sowie Valerién Ismaël (22.) mit einem Foulelfmeter erfolgreich. «Wir waren chancenlos», stellte Bayern- Trainer Hermann Gerland nüchtern fest.

«Hoffentlich hat auch der Letzte begriffen, dass dies nichts mit Fußball zu tun hat. Das war Zufall pur», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Bremens Manager Klaus Allofs schimpfte: «Unnötigerweise wurde die Gesundheit der Spieler aufs Spiel gesetzt. Ich fand es sehr mutig, dass der Schiedsrichter überhaupt angepfiffen hat.» Der erzürnte Allofs kündigte ein Gespräch mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) an.

Trotz der Niederlage wurde der mit Thomas Linke, Torsten Fink, Alexander Zickler und Paolo Guerrero verstärkte Süd-Regionalligist nach dem Viertelfinal-Aus von seinen Anhängern gefeiert. Immerhin hatte das Gerland-Team mit Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und Eintracht Braunschweig namhafte Gegner ausgeschaltet. Die Bayern- Fans hoffen nun auf ihre Profis, die am Mittwoch beim SC Freiburg den Sprung in die Runde der letzten Vier am 19./20. April schaffen wollen.

Bei eisigen Temperaturen und auf schneebedecktem Boden im Grünwalder Stadion entwickelte sich kein ansehnliches Fußball-Spiel. Meister und Pokalsieger Bremen wirkte gegen die Amateur-Abteilung der Münchner zu abgeklärt. Nach einer Flanke von Nelson Valdez erzielte Borowski die frühe Führung für Werder. Wenig später war es Ismaël der einen Strafstoß sicher verwandelte. Drei Minuten später vergab er einen weiteren Foulelfmeter (25.).

Überraschend gehörte auch der mittlerweile im Profi-Team eingesetzte Paolo Guerrero zur Bayern-Elf. Der junge Peruaner präsentierte sich zwar als Unruheherd im gegnerischen Strafraum, ließ seine größte Chance in der 30. Minute allerdings ungenutzt. Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte war es Guerrero (47.), der mit einem Torschuss noch einmal Hoffnung für die Bayern aufkommen ließ, doch Werders Torhüter Reinke konnte den Ball zur Ecke lenken. Mit einem Freistoß aus 25 Metern, bei dem Rensing im Tor allerdings keine gute Figur machte, machte Borowski alles klar. Der Sieg der Norddeutschen hätte nach weiteren guten Chancen noch höher ausfallen können. (Von Christian Hollmann, dpa) ()

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