Sport : Bremen lässt nicht nach

Der Tabellenführer SV Werder gewinnt in Frankfurt 1:0 und hält den FC Bayern München auf Distanz

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Frankfurt/Main (dpa). Der SV Werder Bremen hat mit einem 1:0 (0:0)Zittersieg bei Eintracht auf der Zielgeraden der Meisterschaft einen wichtigen Schritt zum vierten Titelgewinn gemacht. Valérien Ismael erzielte am Samstag mit einem Foulelfmeter in der 80. Minute den Siegtreffer für den teilweise unbeholfen und überheblich auftretenden Bundesliga-Spitzenreiter.

Vor 33 400 Zuschauern im ausverkauften Waldstadion feierte die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf nach zwei Unentschieden wieder einen Sieg. Für einen unrühmlichen Höhepunkt sorgten Bremens Türke Ümit Davala und Frankfurts griechischer Nationalspieler Ioannis Amanatidis in der 41. Minute, als beide nach einer Tätlichkeit Rot sahen.

Werders Kapitän Frank Baumann hatte vor der Partie mit einer Heimmannschaft gerechnet, die angesichts des drohenden Abstiegs, drei Niederlagen in Serie und bereits 280 Minuten ohne Tor zuvor „ums Überleben kämpfen wird“. Die Bremer ließen Ball und Gegner laufen – allerdings ohne Drang zum Tor. Torjäger Ailton, dem Reimann keinen Sonderbewacher zugeteilt hatte, blieb in der gesamten ersten Hälfte im Gegensatz zu seinem Sturmpartner Ivan Klasnic ohne Torchance. Klasnic lupfte den Ball über Oka Nikolov hinweg – aber nur auf das Tornetz. Eintracht-Trainer Reimann verfolgte dies nach seiner Innenraumsperre aus einem Container mit Sorge. Während die Bremer zu überheblich wirkten, kam es kurz vor der Pause zu einem folgenreichen Zweikampf: Nach einer Grätsche Davalas gegen Amanatidis schubste der völlig aufgebrachte griechische Nationalspieler den Türken, ehe sich beide wie Streithähne gegenüberstanden und sogar „Kopfnüsse“ austeilten. Referee Janssen verwies beide Profis des Feldes.

Nach der Pause erwischten die Hessen den besseren Start, doch der Südkoreaner Cha traf nicht ins Tor. Nach einem Foul von Kapitän Alexander Schur am eingewechselten Nelson Valdez – außerhalb des Strafraums – entschied Janssen auf Elfmeter, den Ismael zu seinem dritten Saisontreffer nutzte.

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