Sport : Bremen - Nürnberg: Werder Bremen siegt in Serie

Krisztian Lisztes hat mit zwei schnellen Toren in beiden Halbzeiten dem SV Werder Bremen den dritten Sieg in Serie gesichert und den 1. FC Nürnberg auf einen Abstiegsplatz verbannt. Der Ungar traf am Sonntagabend beim 3:0-Sieg in der vierten Minute und elf Minuten nach dem Seitenwechsel. Den Schlusspunkt in einer allenfalls mittelmäßigen Partie markierte der eingewechselte Fabian Ernst. Die beiden ersten Treffer des ehemaligen Stuttgarters Lisztes, der Mittelfeld-Regisseur Andreas Herzog aus der Mannschaft verdrängt hat, waren Garant dafür, dass sich Werder in der Tabelle auf Platz sechs verbesserte.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de "Wir hätten früher alles klar machen müssen", sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf, der nach dem vierten Saisonsieg im neunten Spiel keine Angst mehr um seinen Arbeitsplatz haben muss. "In der Abstimmung haben wir noch Probleme gehabt." Herzog und Ernst ließ der Coach bis auf die letzten zehn Minuten der Partie erneut auf der Bank Platz nehmen - der neue Assistenztrainer Dieter Eilts saß auf der Tribüne.

"Wir sind einfach zu grün", klagte hingegen Nürnbergs Trainer Klaus Augenthaler. "Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können, aber aus unseren Möglichkeiten machen wir zu wenig." Neuverpflichtung Stefan Paßlack war erstmals aufgeboten worden. Am frühen Führungstor konnte der jedoch nichts ändern. Eine Flanke Skripniks verlängerte Lisztes im Sprung zum 1:0.

Torsten Frings hätte nach 20 Minuten die Vorentscheidung schaffen können. Doch der Nationalspieler war nach feiner Einzelleistung zu eigensinnig, übersah den frei stehenden Marco Bode und zielte am Tor vorbei. Auf der anderen Seite machte es Louis Gomis per Kopf besser. Der Treffer des Stürmers aus dem Senegal wurde aber annulliert - ein Fehler, wie die Fernsehbilder zeigten. Dennoch durften sich die Nürnberger nicht beschweren. Zu harmlos, unkonzentriert und unentschlossen in den Zweikämpfen gingen sie zu Werke. Allerdings hatte Martin Driller kurz vor der Halbzeit Pech, als er am prächtig reagierenden Bremer Torhüter Frank Rost scheiterte.

Auch die Gastgeber ließen über weite Strecken gute Aktionen vermissen. Die "Herzog, Herzog"-Rufe zur Pause blieben jedoch zunächst ohne Folgen. Dazu spielte Lisztes einfach zu stark. Mit seinem zweiten Treffer stellte er sein neues Selbstbewusstsein abermals unter Beweis. Das 2:0 mit einem beherzten 18-Meter-Schuss nach kurzer Drehung krönte seinen besten Auftritt im Trikot von Werder Bremen.

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