Bremen rutscht ins Chaos : 6:0 - Stuttgart zerlegt desolate Bremer

Werder Bremen ist weiterhin völlig von der Rolle. Beim VfB Stuttgart gab es eine 0:6 - Packung und damit die vierte Niederlage innerhalb von knapp zwei Wochen. Der VfB verlässt durch den Sieg die Abstiegsplätze.

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Zum Wegkucken: Thorsten Frings und seine Bremer kassieren eine herbe Pleite in Stuttgart. Foto: dpa
Zum Wegkucken: Thorsten Frings und seine Bremer kassieren eine herbe Pleite in Stuttgart.Foto: dpa

Als auch noch Georg Niedermeier ein Tor gelang, nahm die Krise beim SV Werder Bremen dramatische Züge an. Niedermeier ist Innenverteidiger und gehört nicht unbedingt zu den regelmäßigen Torschützen des VfB Stuttgart. Niedermeier schoss das 5:0. Am Ende ging Bremen wehrlos sogar mit 0:6 (0:3) unter. Dabei war Torwart Tim Wiese kurioserweise noch der beste Bremer. „Wir haben wie in einem Trainingsspiel keine Gegenwehr gezeigt“, sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf nach dem Debakel. „Wir waren ein guter Sparringspartner, ohne Aggressivität und Willen“. Die Stuttgarter dagegen kletterten nach der besten Saisonleistung auf Rang 14.

Gegen den starken Auftritt der Schwaben fanden die Bremer vor 39 500 Zuschauern in der Stuttgarter Arena überhaupt kein Mittel, vor allem die Vorstöße von Timo Gebhart und Ciprian Marica vermochten sie nicht zu stoppen. Bereits im Mittelfeld fingen Werders Probleme an; dort versagten Marko Marin und Daniel Jensen ihrer Abwehr jegliche Unterstützung. Das ändere sich auch nach dem 1:0 des Rumänen Marica nicht. Ein Pass von Gebhart hatte Marica in Position gebracht. Gegen dessen Schuss hatte der ins Werder-Tor zurückgekehrte Wiese keine Abwehrchance. Überaus unbefriedigend verlief der Abend zudem für Werders Kapitän Torsten Frings. Nachdem Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer auf Elfmeter entschieden hatte, schoss Frings den Ball erschreckend schwach direkt in die Arme des Stuttgarter Torwarts. Fünf Minuten später rettete Wiese mit einer guten Parade gegen Christian Gentner, der aus sieben Meter schoss.

Vor dem 2:0 konnten Gebhart und Marica praktisch ohne Gegenwehr an der linken Seite entlang stürmen, während die Mitglieder der Werder-Abwehr auf dem nassen Rasen in Stuttgart hilflos umherrutschten. Das dritte Kontertor fing sich Werder in der 45. Minute ein, als Gebhart erneut schneller war als seine Verfolger. Sein Zuspiel erreichte wieder Cacau, der wie beim 2:0 den Ball ins Tor schob.

Nach der Pause mühte sich Bremen ohne Ergebnis um mehr Ordnung im Spiel. Nach einem Foul gegen Gebhart hielt Wiese einen Foulelfmeter Cacaus, doch das half seinem Team nicht mehr. Denn danach folgten das 4:0 durch Christian Gentner, Niedermeiers 5:0 und das 6:0 durch Arthur Boka. Werder war am Ende.

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