Sport : Bremen schlägt Wolfsburg 2:1 und will im Frühling angreifen

Frank Hellmann

Bremen - Es hat gestern im Bremer Weserstadion ein bisschen gedauert, bis Werders Fußballprofis die finale Aufgabe des letzten Jahres erledigt hatten. Denn mit dem 2:1 (1:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg war der Dienst im grün-weißen Dress noch nicht beendet, erst als die Kicker im Kollektiv die grüne Banderole mit einer Botschaft zum Jahresausklang an die Fans durchs Oval getragen hatten, konnten die Ferien beginnen. Trotz einer wankelmütigen Vorrunde ist man in Bremen nun wieder frohen Mutes. Die Hoffnung auf einen Champions-League-Platz – derzeit noch sieben Punkte entfernt – gibt Sportchef Klaus Allofs nämlich noch nicht auf: „Der Punktestand lässt uns einige Möglichkeiten offen.“

„Das war überlebenswichtig, um wenigstens ein bisschen Kontakt nach oben zu haben“, sagte auch Per Mertesacker, der beschied das stete Auf und Ab sei ihm „wumpe – wir gehen mit einem guten Gefühl in die Winterpause“. Hat das 2:1 gegen Inter Mailand das Erreichen des Uefa-Cups bewahrt, sicherte nun dasselbe Resultat die Chance auf baldige Besserung in der Rückrunde.

„Wir können nicht damit zufrieden sein, wie wir einige Spiele verloren haben, in denen wir nicht leidenschaftlich genug oder einfach leichtsinnig waren“, sagte Allofs, der ankündigte, in der Führung der Mannschaft wolle man konsequenter werden. Dass gestern Frank Baumann und Naldo trotz Genesung die Bank drückten, darf genauso als Fingerzeig gelten wie das Experiment, den erst 20-jährigen Bosnier Said Husejinovic erstmals im Sturm aufzubieten.

Das Spiel entschied indes der gleichaltrige Mesut Özil, der als Diego-Vertreter abermals überragend agierte. Eine Freistoßflanke des Deutsch-Türken wischte Mertesacker per Kopf zum 1:1 über die Linie, dann lenkte Wolfsburgs Kapitän Josué eine Hereingabe des U-21-Nationalspielers unglücklich zum 2:1 ins eigene Tor. Werders Erfolg war allein deshalb berechtigt, weil die auswärts weiter sieglosen Niedersachsen nach dem frühen 1:0 durch Christian Gentner nach drei Minuten in eine unverständliche Passivität verfielen. „Erst nach dem 1:2 haben wir wieder mitgespielt“, sagte VfL-Trainer Felix Magath. Frank Hellmann

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