Sport : Brief an Martina

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AM NETZ PASSIERT

Benedikt Voigt entschuldigt sich

im n der Stadt Berlin

Liebe Martina Navratilova, falls Sie darüber nachdenken sollten, ob Sie noch einmal nach Berlin zu den German Open reisen: Erinnern Sie sich bitte an die Ausnahmegenehmigung, die Ihr Terrier Sophie erhielt, damit er mit Ihnen über die Tennisanlage spazieren konnte. Hunde sind bei den German Open eigentlich verboten.

Oder denken Sie an das schöne Wetter, das an jenem Tag über Berlin strahlte, als Sie im Doppel antraten. Oder an das Restaurant in Charlottenburg, in dem Sie so gut gegessen haben. Aber bitte, tun Sie uns und Berlin einen Gefallen: Vergessen Sie die Bedienung in jenem Restaurant so schnell wie möglich.

Sie hatten nach einem Wasser ohne Kohlensäure verlangt. Es kam ein Wasser mit Kohlensäure, und als Sie höflich auf den Fehler hinwiesen, wurde die Bedienung pampig. Das änderte sich erst, als die Bedienung bemerkte, dass sie es irgendwie mit Tennisstars zu tun hatte. Prompt kam die Bedienung an Ihren Tisch und fragte nach einem Autogramm. Allerdings Ihren Trainer. „Ich sehe wohl nicht aus wie eine Tennisspielerin“, haben Sie nach jenem Vorfall gesagt.

Wir aber möchten Ihnen zurufen: Natürlich sehen Sie aus wie eine Tennisspielerin. Sie erst waren es, die dem Tennis ein Gesicht gaben. Jeder weiß das in Berlin, und deshalb kamen so viele Zuschauer, um Ihren Auftritt im Doppel zu sehen. Jeder von denen würde sofort zum nächsten Getränkestand rennen, um für Sie ein Wasser zu holen – ohne Kohlensäure, versteht sich. Darum, liebe Martina Navratilova, vergessen Sie bitte jenen Vorfall. Und kommen Sie wieder.

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