BRITTA STEFFEN im Finale : Jetzt stimmt sogar der Biorhythmus

Gold kann er auch. Michael Phelps siegte als erster Schwimmer bei Olympia dreimal hintereinander auf der selben Strecke. Foto: dapd
Gold kann er auch. Michael Phelps siegte als erster Schwimmer bei Olympia dreimal hintereinander auf der selben Strecke. Foto:...Foto: dapd

Britta Steffen tauchte auf und lächelte. Das ist ja das gewohnte Bild in London, doch gestern Abend hatte sie auch Grund zu dieser Zufriedenheit. Die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 zog mit 24,57 Sekunden problemlos ins Finale über 50 Meter Freistil ein. Auf dieser Strecke hatte sie in Peking eine ihrer beiden Goldmedaillen gewonnen. „Heute war der Biorhythmus besser als in den vergangenen Tagen“, sagte sie. „Wenn ich im Finale einen guten Start erwische, bekomme ich vielleicht sogar eine Medaille." Der Endlauf findet heute, am letzten Tag der Schwimmwettbewerbe, statt. „Gold ist aber wohl weg“, sagte Steffen. Denn die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo erzielte mit 24,07 Sekunden klar die beste Halbfinalzeit.

Im Finale über 100 Meter Schmetterling deutete sich 90 Meter lang eine Riesenüberraschung an. Der Hamburger Steffen Deibler lag bis kurz vor dem Ziel auf dem dritten Platz. Doch am Ende zog Jewgeni Korothyschkin noch an ihm vorbei. Der Russe schlug nach 51,44 Sekunden an, Deibler nach 51,81 Sekunden, Platz vier. Den Sieg sicherte sich Michael Phelps im letzten Einzelrennen seiner Karriere mit 51,21 Sekunden. „Ich bin superglücklich“, sagte Deibler, der als einer der wenigen deutschen Schwimmer in London überzeugt hat. „Mein Traum war der Einzug in ein olympisches Finale. Dass ich jetzt sogar Vierter wurde, ist geil.“ Deibler galt vor Jahren als großes Talent mit enormen Perspektiven, doch in entscheidenden Rennen scheiterte er immer an seinen Nerven. Seit 18 Monaten arbeitet er mit einem Mentaltrainer. „Jetzt gehe ich entspannter auf den Startblock.“ Allerdings wäre ein Medaillengewinn nur möglich gewesen, „wenn die vorne nicht ganz so super gut geschwommen wären“.

Über 200 Meter Rücken verbesserte die 17-Jährige Melissa Franklin aus den USA den Weltrekord um 75 Hundertstelsekunden auf 2:04,06 Minuten.Frank Bachner

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