Sport : Britta Steffen rehabilitiert sich in Berlin

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Berlin - Zehn Tage nach der großen Enttäuschung bei den Weltmeisterschaften in Melbourne hat sich Britta Steffen freigeschwommen. Bei den deutschen Meisterschaften in der Berliner Schwimmhalle an der Landsberger Allee stellte Steffen einen neuen deutschen Rekord über 50 Meter Freistil auf. Viele Zuschauer erlebten die neue Bestmarke von 24,66 Sekunden allerdings nicht mit, kaum jemand wollte die Wettbewerbe am ersten Tag sehen.

Mit ihrer Leistung von Berlin hätte Steffen in Melbourne, wo sie Vierte geworden ist, die Bronzemedaille gewonnen. „Es ist viel leichter, weil man weiß, dass man vorne mitschwimmen kann und einem nicht gleich jemand die Hose auszieht“, sagte Steffen. „Es ist eben doch ein Unterschied, ob Lisbeth Lenton neben mir schwimmt oder die nationale Konkurrenz.“

Ohne die großen Erwartungen an sie hinderte auch eine Erkältung die 23-Jährige nicht an der Verbesserung ihres eigenen Rekordes, den sie gemeinsam mit Sandra Völker (24,72) innehatte. Cheftrainer Örjan Madsen, der die verkorkste WM erst nach den deutschen Meisterschaften im Detail mit den Schwimmern aufarbeiten will, lobte Steffen für ihr Rennen. Schon vor den Wettkämpfen hatte er vermutet, dass der eine oder die andere besser schwimmen könnte als in Melbourne, weil die Schwimmer erholter seien beziehungsweise entspannter, weil nun der Druck weg sei. Bei Britta Steffen scheint dies zu stimmen. Tsp

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