Sport : Britta Steffen verzichtet auf Olympiastaffel

Frank Bachner

Berlin - Die Weltklasseschwimmerin Britta Steffen (SG Neukölln) wird bei den Olympischen Spielen in Peking nicht in der ursprünglich medaillenträchtigen 4-x-200-Meter-Freistil-Staffel antreten. Dies erklärten sie und ihr Trainer Norbert Warnatzsch bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin. Gestern trat sie über 200 Meter Freistil erst gar nicht an. Die frühere Weltrekordlerin über 100 Meter Freistil begründete die Absage mit der Dosierung ihrer Kräfte. Warnatzsch erklärte: „Bei der WM 2007 war die Konstellation so wie in Peking. Da ist Britta nach der 4-x-200-Meter-Freistil-Staffel am nächsten Tag die 100 Meter Freistil geschwommen und wurde am Finaltag nur Dritte.“ Sie habe das Staffelrennen nicht verkraftet. Annika Lurz aus Würzburg, die in der Staffel schwimmen wird und gestern ihren Titel über 200 Meter Freistil verteidigte (siehe nebenstehenden Bericht) bezeichnete die Absage als „traurig. Ich hoffe, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.“ Der deutsche Cheftrainer Örjan Madsen sagte: „Britta hat in Peking sowieso ein umfangreiches Programm. Was sich jemand darüber hinaus zutraut, muss er selber einschätzen können.“ Endgültig abgeschlossen hat er das Thema aber noch nicht.

Neben Annika Lurz qualifizierte sich auch noch Petra Dallmann (Heidelberg) über 200 Meter Freistil für Peking. Ebenfalls zwei Frauen sicherten sich über 200 Meter Lagen die Peking-Tickets. Katharina Schiller (Hildesheim/2:13,73) gewann vor Sonja Schöber (Dortmund/2:14,48). Dagegen verpasste Toni Embacher (Halle/Saale; 2:00,28) als Sieger über 200 Meter Schmetterling die Norm klar. Über die nicht-olympischen 800 Meter Freistil schwamm Christian Kubisch (Magdeburg) deutschen Rekord (7:49,22). Frank Bachner

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