Sport : Brüsseler Spitzen

Golden League: Defar läuft Weltbestleistung, Richards und Isinbajewa wahren ihre Jackpot-Chance

Brüssel - Echte Höhepunkte erlebte die Leichtathletik beim Golden-League-Meeting in Brüssel. Eine Weltbestzeit durch Meseret Defar aus Äthiopien über zwei Meilen in 8:58,58 Minuten, vier Saisonbestwerte und weiterhin ein Duo im Rennen um den Jackpot von einer Million Dollar (730 000 Euro).

Knapp zwei Wochen nach Ende der Weltmeisterschaften in Osaka haben die Stars weit stärker aufgetrumpft als eine Woche zuvor in Zürich. Vor allem die 23 Jahre alte Olympiasiegerin und Weltmeisterin über 5000 Meter Defar bewies eindrucksvoll ihre Stärke auf der selten gelaufenen Distanz von 3218,82 Meter, über die nur Weltbestleistungen statt Weltrekorde geführt werden. Überrascht war sie nicht: „Mein Ziel waren 8:55, aber auch diese Zeit ist nicht schlecht.“

Für weitere Saisonbestwerte sorgten Paul Kipsiele Koech (Kenia) über 3000 m Hindernis in 7:58,80 Minuten und Sanya Richards (USA) über 400 m, die sich im Vergleich zu Zürich (49,36) noch einmal auf 49,29 Sekunden steigerte. Der Lohn für diesen Sturmlauf: Richards, die schon im Vorjahr zu den Jackpot-Knackern gehörte, kann zusammen mit Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Isinbajewa (Russland/4,80) auf große Kasse hoffen. Dazu müssen beide heute noch im Berliner Olympiastadion gewinnen. Und Isinbajewa könnte in ihrer Landsfrau Swetlana Feofanowa eine gefährliche Rivalin bekommen. Feofanowa meisterte ebenfalls 4,80 Meter – dazu benötigte sie aber drei Anläufe. Isinbajewa versuchte sich nach einem missglückten Sprung über 4,90 Meter nahezu unbemerkt zwei Mal chancenlos an der neuen Weltrekordhöhe von 5,02 Meter. Auch Hochspringerin Blanka Vlasic (Kroatien) probierte sich nach ihrem Sieg mit 2,03 Meter erneut am Weltrekord von 2,10 Meter.

   Einen eindrucksvollen Beweis seiner Stärke lieferte Asafa Powell (Jamaika) ab: Fünf Tage nach seinem 100-Meter-Weltrekord von Rieti/ Italien in 9,74 Sekunden zeigte der schnellste Mann der Welt bei leichtem Gegenwind mit 9,84 Sekunden wieder eine gute Leistung. Stark präsentierte sich auch der WM-Dritte Wallace Spearmon (USA) über 200 Meter in 19,88 Sekunden. Fast eine Minute schneller als in Osaka waren die besten Läufer über 5000 Meter mit sieben Zeiten unter 13 Minuten und dem Sieg von Sileshi Sihine (Äthiopien/12:50,16). Von zehn Osaka-Weltmeistern waren sieben erfolgreich. Die größte Pleite erlebte Alfred Yego (Kenia) über 800 Meter als Siebter, dem WM-Dritten Juri Borsakowski (Russland) auf Platz sechs erging es nicht viel besser. dpa

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