Sport : Brummschädel und Schuldgefühl

Karsten Doneck

Für Daniel Ernemann ist die Rollenverteilung klar. "In beiden Spielen sind wir nur Außenseiter", sagt der Abwehrspieler des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union vor den letzten beiden Punktspielen des Jahres. Aus dieser Außenseiterrolle heraus das Beste zu machen, dabei kann Ernemann seiner Mannschaft zumindest heute in der Partie bei Mainz 05 nicht helfen. Er ist nach seinem Platzverweis wegen absichtlichen Handspiels im DFB-Pokal gegen RW Oberhausen (1:2) gesperrt, gerechterweise nur für ein Spiel. Das heißt: Am Donnerstag in der Partie bei Hannover 96 kann Ernemann in der Union-Abwehr wieder seinen Mann stehen.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Der 25-Jährige hat da noch einiges gutzumachen. Niemand hat ihm einen Vorwurf gemacht, aber schließlich war sein früher Platzverweis gegen Oberhausen letztlich spielentscheidend. Ernemann weiß das selbst am besten. Er verkrümelte sich noch während des Spiels. "Der hat sich versteckt", stellte sein Trainer Georgi Wassilew fest und wollte von allzu harten Worten gegen seinen sonst so zuverlässigen Verteidiger nichts wissen. "Der ist doch schon genug sauer auf sich selbst", so der Bulgare.

Heute gegen Mainz muss Wassilew auch Torwart Sven Beuckert ersetzen. Dem brummt der Schädel, nicht etwa vom Genuss von zu viel weihnachtlichem Glühwein, sondern wegen einer Gehirnerschütterung. Für ihn geht Robert Wulnikowski ins Tor. Auch Menze, Djurkovic und Koilow fallen verletzt aus - trübe Aussichten für Union in Mainz.

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