Bundesliga, 15. Spieltag : Leverkusen bleibt an der Spitze

Trotz einer enttäuschenden Nullnummer in Hannover ist Bayer Leverkusen auf dem besten Weg zur Herbstmeisterschaft. Stuttgart bleibt im Tabellenkeller. Frankfurt gewinnt gegen Mainz 05. Die Samstagsspiele im Überblick.

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Der Hannoveraner Didier Ya Konan im Duell gegen Leverkusens Arturo Vidal. -Foto: dpa

HamburgBayer Leverkusen bleibt auch nach dem 15. Spieltag Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Die Rheinländer kamen am Samstag bei Hannover 96 zwar über ein 0:0 nicht hinaus, verbesserten aber damit ihren Startrekord aus der Saison 2001/2002 auf 15 Spiele ohne Niederlage. Weiter tief in der Krise steckt der VfB Stuttgart. Im Keller-Duell gegen den VfL Bochum erreichte das Team des umstrittenen Teamchefs Markus Babbel nur ein 1:1 (0:0). Meister VfL Wolfsburg spielte 2:2 (1:1) gegen Aufsteiger SC Freiburg, während sich der Hamburger SV und 1899 Hoffenheim torlos trennten.

Einen Tag nach dem 2:1-Heimerfolg des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach fielen in Dortmund die meisten Tore. Der BVB setzte sich gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:0 (3:0) durch und bescherte Jürgen Klopp den 50. Sieg als Bundesliga- Trainer. Kevin Großkreutz (8.), Lucas Barrios (13.) und Mohamed Zidan (36.) stellten schon vor der Pause die Weichen auf Sieg. Nach dem Wechsel traf Mats Hummels (61.), so dass die Dortmunder nun seit acht Bundesliga-Partien ungeschlagen sind.

Schlechter läuft es im heimischen Stadion dagegen für Wolfsburg. Der Titelverteidiger, in der vergangenen Saison zu Hause ohne Niederlage, vermied gegen die Breisgauer nur knapp die vierte Heimpleite dieser Spielzeit. Die Gäste waren durch zwei umstrittene Treffer von Mohamadou Idrissou (19.) und Ivica Banovic (51./Foulelfmeter) zweimal in Führung gegangen. Dem Tor von Idrissou ging eine Abseitsstellung voraus, danach wollte Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) ein Foul von Marcel Schäfer an Freiburgs Daniel Caligiuri gesehen haben. Felix Bastians (27./Eigentor) hatte für das 1:1 gesorgt, Fabian Johnson (82.) gelang immerhin noch das 2:2.

Keine Tore fielen in Hannover und Hamburg. Leverkusen kletterte nach dem 0:0 in Hannover dennoch auf Platz drei der „ewigen“ Bestenliste. Die 21 Jahre alte Marke des FC Bayern, der 1988/1989 sogar bis zum 23. Spieltag ungeschlagen blieb, ist allerdings noch weit weg. Dem Hamburger SV gelang 1982/1983 ein Saisonstart mit 18 Partien ohne Niederlage. Danach gewannen die Hanseaten letztmalig den Meistertitel. Aktuell rangiert der HSV auf Platz vier, kann aber an diesem Sonntag noch vom FC Schalke 04 überflügelt werden, der den Tabellenletzten Hertha BSC empfängt (17.30 Uhr). Das andere Sonntagspiel bestreiten der 1. FC Köln und Werder Bremen (15.30 Uhr).

Ein Erfolgserlebnis verpasste der angeschlagene VfB Stuttgart. Ein Kopfballtreffer von Serdar Tasci (63.) ließ Babbel zunächst aufatmen. Nach dem 0:4 von Leverkusen und der Absetzung von Kapitän Thomas Hitzlsperger wäre ein Sieg für Babbel wichtig gewesen, doch Christian Fuchs (89.) zerstörte per Freistoß die Stuttgarter Hoffnungen. Vor der Begegnung hatten einige VfB-Fans ihrem Ärger über die sportliche Krise Luft gemacht. Etwa 100 Anhänger hinderten den Mannschaftsbus laut Polizei an der Einfahrt ins Stadion. „Das war natürlich unangenehm“, sagte Babbel kurz vor dem Anpfiff dem TV- Sender Sky. „Ich hoffe, dass sich die Stimmung während des Spiels ändert. Aber ich habe natürlich Verständnis dafür, dass die Fans unzufrieden sind.“

Mit dem ersten Erfolg gegen den FSV Mainz 05 im Fußball-Oberhaus hat sich Eintracht Frankfurt ins gesicherte Mittelfeld der Erstliga-Tabelle abgesetzt und dem Aufsteiger den Sprung auf einen Europa-League-Platz verwehrt. Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena erzielten Maik Franz (29. Minute) und Alex Meier (90.) die Treffer für die Eintracht, die den dritten Heimsieg der Saison feierte. Die Mainzer dagegen kassierten erstmals seit dem 17. Oktober (0:1 in Köln) und nach fünf ungeschlagenen Spielen in Serie wieder eine Niederlage. Zudem sah FSV-Akteur Chadli Amri die Gelb-Rote Karte (68.). (svo/dpa)

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