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Hertha Pantelic

© dpa

Bundesliga 6. Spieltag: Hertha ist Tabellenführer

Mit einem 3:2 gegen Borussia Dortmund hat Hertha BSC zumindest für eine Nacht den Platz an der Sonne der Fußball-Bundesliga erobert. Ein fulminanter Sturmlauf, bei dem Hertha zwar Abschlussschwächen zeigte, aber auch fußballerische Klasse.

Hertha BSC steht zum ersten Mal seit dem 1. Oktober 2006 wieder an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Der Hauptstadt-Club vollendete seinen fulminanten Sturmlauf auf Platz 1 vor 52.237 Zuschauern im Berliner Olympiastadion durch einen 3:2 (1:1)-Erfolg gegen Borussia Dortmund. Zumindest für einen Tag können sich die Berliner damit an der Tabellenführung erfreuen. Bei Kaiserwetter kassierten die Gäste beim dritten Hertha-Sieg in Serie ihre erste Niederlage nach zuvor drei Siegen. Marko Pantelic (43. Minute), Lucio (54.) und Solomon Okoronkwo (76.) schossen die Tore für die glänzend aufgelegten Gastgeber. Für die Dortmunder traf der Kroate Mladen Petric (31./88.) doppelt.

Die ersten 45 Minuten gehörten den Platzherren, die hinten sicher standen und im Angriff für brasilianische Momente sorgten. Aber die Halbzeit-Bilanz wies Dortmund zunächst als die effektivere Elf aus: Zwei Chancen, ein Tor. Hertha brauchte bis zum Ausgleich weit mehr Versuche. Mittelfeldspieler Patrick Ebert traf schon in der 1. Minute den Pfosten, wenig später verpasste der Brasilianer André Lima das Tor nach Vorarbeit seines Landsmannes Lucio. Der aus Rio gekommene Hertha-Neuzugang, der weiter auf seinen ersten Treffer wartet, scheiterte an Dortmund-Keeper Roman Weidenfeller, der nach drei Spielen Sperre wieder zwischen den Pfosten stehen durfte.

Hertha mit vielen Chancen im ersten Durchgang

Dortmund hatte sich durch Giovanni Federico die erste Chance nach 21 Minuten erspielt. Ebert verpasste mit einem harten Flachschuss das Tor in der 27. Minute nur um Zentimeter, danach scheiterte Pantelic, zuletzt in Duisburg zweifacher Torschütze, an Weidenfeller. Den Hertha-Vorwärtsdrang konterte dann aber trocken und eiskalt Petric mit einem 25 Meter-Schuss, gegen den Jaroslaw Drobny im Hertha-Kasten machtlos war. Die Berliner Abschlussschwäche schien noch nicht kuriert. Der Fleiß wurde aber vor der Pause doch noch durch den Ausgleich durch Pantelic belohnt. Der Ball war nach einem Freistoß von der BVB-Mauer abgeprallt - der Hertha-Torjäger aus Serbien ließ sich die Chance nicht entgehen und erzielte sein viertes Saisontor.

Kurz nach dem Wechsel erschreckte Diego Klimowicz die Herthaner mit einem Fallrückzieher, den Drobny aber parieren konnte. 20 Minuten vor Ende vergab der Argentinier eine weitere gute Chance. Dann ebnete Lucio, der neben seinem Landsmann Gilberto auffälligster Herthaner war, seinem Team mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Weg zum Sieg. Fortan spielten die Platzherren wie entfesselt auf und ließen dem BVB kaum noch Luft zum Atmen. Joker Okoronkwo sorgte nach sehenswerter Einzelleistung wie schon beim Heimsieg über Wolfsburg für die Entscheidung. Petric' 2:3 war nur noch Ergebniskosmetik. (mit dpa)

Andreas Zellmer, Lajos Metzel

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