Bundesliga : Bayer immer besser in Schwung

Theofanis Gekas traf nicht gegen seinen Ex-Klub - dennoch gewann Leverkusen mit 2:0 gegen Bochum.

Christiane Mitatselis[Leverkusen]
Leverkusen
Gratulation. Gekas jubelt mit Haggui. -Foto: ddp

Es ist so eine Geschichte mit den Bochumer Torjägern. Kaum verlassen sie den VfL, schon schießen sie nur noch selten Tore. Dies geschah jedenfalls mit Vahid Hashemian, Peter Madsen oder auch Thomas Christiansen. Somit stand der Leverkusener Theofanis Gekas in der Bundesligapartie gegen den VfL Bochum unter besonderer Beobachtung. Würde dem Griechen, vergangene Saison Torschützenkönig mit dem VfL, ein Treffer gegen seinen ehemaligen Klub glücken – zur Widerlegung der Bochumer Torjäger-These? Es gelang ihm nicht. Gekas wurde nach unglücklichem Auftritt in der 77. Minute ausgewechselt. Seine Bayer-Teamkollegen spielten zwar kaum besser als der Grieche, gewannen die Partie aber mit 2:0 (0:0) – durch Treffer der Abwehrspieler Karim Haggui und Manuel Friedrich.

Bayer-Trainer Michael Skibbe versuchte nicht, den Erfolg schöner zureden, als er war. „Es war ein schwierig zu spielendes Spiel, ich war vor allem mit dem Anfang nicht zufrieden“, sagte er. Wie auch? Man sah Gestocher im Mittelfeld, lange Bälle ins Nichts, Fehlpässe. Nachdem die Bochumer sich in den ersten Minuten ein paar Chancen erspielt hatten – die beste vereitelte Torhüter René Adler, der den anstürmenden Gekas-Nachfolger Tommy Bechmann sauber stoppte –, stellte das Team von Trainer Marcel Koller seine kreativen Bemühungen ein. Bayer machte zwar das Spiel, ohne jedoch die Angriffe erfolgreich bis zum Ende zu bringen. Und Gekas lauerte zwar ständig vorn, bekam aber kaum Bälle, verzog die wenigen – oder stand im Abseits.

Die Lichtmomente des Spiels kreierte der Chilene Arturo Vidal, der in Leverkusens defensivem Mittelfeld den am Knie operierten Carsten Ramelow ersetzte. Der 19-Jährige spielte vor allem in der ersten Halbzeit einige Bälle elegant nach vorn. Vidal wurde allerdings oft ruppig gestoppt, und auch gegen Leverkusens Lenker Bernd Schneider gingen die Bochumer hart vor – und so sah Marc Pfertzel in der 54. Minute nach zwei Fouls gegen den Nationalspieler Gelb-Rot. „Das war der Knackpunkt im Spiel“, sagte VfL-Trainer Koller. Acht Minuten später gelang Bayer das 1:0. Thomas Zdebel, bester Mann im Team des VfL, foulte Bayer-Stürmer Stefan Kießling an der linken Strafraumgrenze, Schneiders von der Mauer abgefälschten Freistoß beförderte Karim Haggui per Flugkopfball ins Tor. Die Führung gab Leverkusen keine Energie – im Gegenteil: Skibbes Mannschaft ließ die Bochumer einige Male gefährlich vors Tor kommen. Erst kurz vor Schluss erlöste Friedrich sein Bayer-Team.

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