Bundesliga : Bayer-Siegeszug in Karlsruhe gestoppt

Neuling Hoffenheim führt weiter die Tabellenspitze an und könnte am Sonntag mit einem Sieg gegen Hertha den Vorsprung weiter ausbauen. Der HSV schiebt sich nach einem 2:1 Erfolg gegen Dortmund auf den dritten Platz.

Hamburg Der Karlsruher SC hat den Siegeszug von Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Durch das 3:3 im Wildparkstadion verpasste die Werkself am Samstag die Chance, 1899 Hoffenheim zumindest für eine Nacht als Tabellenführer abzulösen. Damit bietet sich dem Neuling an diesem Sonntag die Möglichkeit, mit einem Sieg bei Hertha BSC den Vorsprung weiter auszubauen. Vorläufig auf Rang drei schob sich der Hamburger SV durch den 2:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund. Allerdings trifft der bisher Drittplatzierte FC Bayern München erst am Sonntag zum Spitzenspiel beim Vierten FC Schalke 04 an.

Die Erfolgsserie von Bayer Leverkusen ging nach zuletzt vier Zu-Null-Siegen zu Ende. Durch das neunte Saisontor von Patrick Helmes nach nur 34 Sekunden, Stefan Kießling (17.) und Michael Kadlec (24.) führte das Team von Bruno Labbadia in Karlsruhe zwar bereits mit 3:0 und sah wie der sichere Sieger aus. Doch dann schlug der KSC zurück. Antonio da Silva (37.), Tim Sebastian (60.) und Alexander Iaschwili (76.) sicherten den Karlsruhern völlig überraschend noch den ersten Zähler nach zuletzt fünf Niederlagen. Bayer-Schlussmann Rene Adler musste die ersten Gegentore seit dem 4. Oktober hinnehmen.

Duell der Verfolger

Im Duell der Verfolger bescherte sein kroatisches Sturmduo dem Hamburger SV einen verdienten Erfolg gegen Borussia Dortmund. Der Ex-Dortmunder Mladen Petric (9.) und sein Landsmann Ivica Olic (34.) stellten schon vor der Pause die Weichen auf Sieg für den HSV, der sich für das 0:3 vor Wochenfrist in Hannover rehabilitierte. Mehr als der Anschlusstreffer durch Tamas Hajnal (48.) gelang den Westfalen nicht, die zum ersten Mal nach sechs Spielen wieder verloren. Nach Spielende sah BVB-Abwehrspieler Robert Kovac noch die Rote Karte von Schiedsrichter Jochen Drees.

Der VfL Wolfsburg fand durch den 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus wieder Anschluss an die vorderen Plätze. Nur 44 Stunden nach der Tor-Gala im Uefa-Pokal gegen Heerenveen taten sich die "Wölfe" allerdings schwer und benötigten zunächst ein Elfmetergeschenk von Referee Lutz Wagner, der nach einer "Schwalbe" von Edin Dzeko auf Strafstoß entschied. Grafite (36.) nutzte die Chance und erzielte später auch noch seine Saisontreffer sieben und acht (55./80.).

Bremer Ladehemmung

Vier Tage nach dem 0:3-Debakel in der Champions League gegen Athen fand Werder Bremen auch in Bochum den Weg zum Tor nicht und verlor zudem Mittelfeld-As Mesut Özil wegen einer Tätlichkeit durch die Rote Karte (84.). Nach dem 0:0 dümpeln die Hanseaten weiter im Mittelfeld der Tabelle, der VfL rutschte auf Relegationsplatz 16 ab.

Im Kellerduell gelang Borussia Mönchengladbach mit dem 2:0 bei Arminia Bielefeld der zweite Sieg seit der Amtsübernahme von Trainer Hans Meyer. Jung-Nationalspieler Marko Marin (6./80.) erzielte beide Treffer für die Borussen, die mit dem ersten Auswärtssieg die Abstiegsplätze hinter sich ließen. Die Arminia fiel auf Rang 17 zurück.

Mit dem fünften Sieg aus den letzten sieben Spielen hatte der 1. FC Köln seine Fans bereits am Freitagabend in Karnevalsstimmung versetzt. Beim 2:1 gegen Hannover 96 steckten die Rheinländer den Rückstand durch Jan Schlaudraff weg und kam nach Toren von Pedro Geromel und Wilfried Sanou noch zu drei Punkten. (bai/dpa)

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