Bundesliga : Bayern und Schalke unter Zugzwang

Bei den fünf letzten Partien des 11. Spieltags stehen vor allem Schalke und der FC Bayern im Fokus. Nach dem 2:2 im direkten Duell müssen beide gewinnen, um Bremen auf den Fersen zu bleiben. Hertha BSC hofft indes auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

München - Eine Vorschau auf die fünf Partien des 11. Spieltags am Mittwoch (20 Uhr, live bei Arena):

Bayern - Hannover

Nicht nur von der Statistik her spricht alles für einen Sieg der Bayern über Hannover 96. Das Tabellenschlusslicht konnte in der Bundesliga noch nie in München gewinnen und zeigte sich zuletzt bei der 0:2-Pleite im Kellerduell gegen Bochum erschreckend harmlos. Trotz mittlerweile sechs Spielen ohne Sieg rechnet sich Michael Tarnat in der Allianz Arena aber durchaus etwas aus. Mit Kampf und Leidenschaft könne man etwas reißen, glaubt der Abwehr-Routinier, "abwarten, hinten kompakt stehen und dann nach vorne spielen" liege ihnen derzeit mehr. Eine lasche Einstellung der Hausherren dürfen die 96er dabei aber kaum erwarten, steht Bayern durch die schwache Auswärtsbilanz daheim doch gehörig unter Zugzwang.

Gladbach - Schalke

Auf einen angeschlagenen Gegner treffen auch die "Knappen". Drei Niederlagen in Folge haben Gladbach in der Tabelle auf Rang 14 abrutschen lassen. Soll der Abstiegskampf vermieden werden, muss nun aufgrund der eklatanten Auswärtsschwäche wenigstens zu Hause in die Erfolgsspur zurückgefunden werden. Um dies zu realisieren, wird Trainer Jupp Heynckes voraussichtlich wieder auf das 4-4-2-System umstellen. Entsprechend dürfte Oliver Neuville in die Startelf zurückkehren. Unter Druck stehen bei dieser Paarung allerdings beide Mannschaften. Denn auch auf Schalker Seite rumort es. Der Befreiungsschlag gegen die Bayern gelang trotz einer 2:0-Führung nicht, hinzu kommt die überraschende Degradierung von Keeper Frank Rost, die den umstrittenen Coach Mirko Slomka zusätzlich angreifbar macht.

Bielefeld - Hertha

Auf Niederlagen von Bayern und Schalke hoffen derweil die zwei beziehungsweise einen Zähler dahinter liegenden Arminen aus Bielefeld und Hertha BSC Berlin, die sich zum Kräftemessen in der Schüco-Arena treffen. Wer hier die Favoritenrolle inne hat, ist schwer zu sagen. Zwar hat Berlin den qualitativ hochwertigeren Kader, Bielefeld hat sich vor eigenem Publikum aber zur Macht entwickelt und die letzten vier Begegnungen gewonnen. Personell haben beide Trainer einen wichtigen Ausfall zu verkraften. Dabei erscheint das erneute Fehlen von Herthas Yildiray Bastürk aber schwerwiegender als der Ausfall von Arminias Petr Gabriel (Sperre). Hinzu kommt, dass Hertha in dieser Saison auswärts noch kein Spiel gewinnen konnte.

Bochum - Leverkusen

Einen Erfolg in der Fremde kann bislang Bayer 04 Leverkusen vorweisen. Soll es in der Tabelle endlich aufwärts gehen, muss beim Aufsteiger VfL Bochum dringend der zweite Auswärtssieg her. Verzichten muss Trainer Michael Skibbe neben Carsten Ramelow auch auf Abwehrspieler Juan. Gut möglich dass Karim Haggui dafür in die Innenverteidigung rückt und Bernd Schneider die Position des Rechtsverteidigers einnimmt. Vor Schneider und damit neu in der Anfangsformation würde in diesem Fall Paul Freier agieren.

Bei Bochum hat man nach der Abgabe der "Roten Laterne" durch den Sieg in Hannover aufgeatmet. Im rewirpowerStadion tat man sich bislang aber äußerst schwer und ging schon viermal als Verlierer vom Platz. Auf die in Hannover so kompakte Hintermannschaft kann Trainer Marcel Koller gegen Leverkusen zudem nicht zurückgreifen, Kapitän Thomas Zdebel ist gelb-gesperrt zum Zuschauen verdammt.

Cottbus - Frankfurt

Personell aus dem Vollen schöpfen kann derweil Petrik Sander. Beim Trainer des überraschend starken Aufsteigers FC Energie Cottbus reift nach erfolgreichen Wochen und dem Sprung ins obere Tabellendrittel die Erkenntnis, bei den Neuzugängen ein goldenes Händchen gehabt zu haben. Die Mannschaft präsentierte sich gegen Berlin (2:0) und zuletzt in Bremen (1:1) kampfstark und kompakt und setzte die Vorgaben Sanders konsequent um. So dürfte es auch für Eintracht Frankfurt schwer werde, zählbares aus dem Stadion der Freundschaft mitzunehmen. Dabei wird man sich gern an den letzten Vergleich in Cottbus zurück erinnern. In der 2. Bundesliga gewannen die Hessen in der Saison 2004/05 in der fernen Lausitz mit 3:0. (tso/ddp)

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