Bundesliga : Bremen bittet zum Gipfeltreffen

Bremen gegen Bayern, Spitzenreiter gegen Meister: Am Samstag kommt es im Weserstadion zum Duell des Spieltags. Während knapp dahinter Schalke lauert, will auch die Hertha den Anschluss an die Spitze nicht verlieren.

Bremen - Der 8. Spieltag der Bundesliga steht ganz im Zeichen des Gipfeltreffens zwischen Tabellenführer Werder Bremen und dem punktgleichen Zweiten FC Bayern München (15:30 Uhr, live bei Arena). "Der Weg zum Titel führt nur über Bayern oder Werder", sagte Bremens Nationalspieler Torsten Frings - am Samstag wollen nun beide Mannschaften im Bremer Weserstadion ihre Ambitionen mit einem Sieg im direkten Duell untermauern. Mit dem Selbstvertrauen aus den erfolgreichen Auftritten in der Champions League soll die Erfolgsspur beibehalten und der vermeintlich ärgste Konkurrent um drei Zähler distanziert werden.

Grund für personelle Veränderungen haben beide Trainer nicht. Während bei Bremen wohl wieder Jurica Vranjes für Tim Borowski spielen könnte, rutscht bei Bayern der bei Sporting Lissabon (1:0) geschonte Roy Makaay in die erste Elf. Dabei bleibt abzuwarten, welches Team mehr Substanzverlust aus seiner Partie am Mittwoch zu beklagen hat. Hier könnte Werder im Vorteil sein, mussten die Münchner nach dem Platzverweis von Bastian Schweinsteiger lange in Unterzahl viel Laufarbeit verrichten.

Schalke lauert

Zum lachenden Dritten könnte dabei der FC Schalke 04 avancieren. Ebenfalls mit 13 Zählern - aber dem schlechteren Torverhältnis - ausgestattet, würde man im Falle eines Sieges gegen Hannover 96 von einem Remis im Spitzenspiel profitieren und seinerseits die Tabellenführung übernehmen. Die auf einem Abstiegsrang stehenden 96er haben aber nichts zu verschenken und sind unter Trainer Dieter Hecking in der Fremde noch ungeschlagen.

Hinzu kommen Personalprobleme bei den "Königsblauen", bei denen Lincoln und Kevin Kuranyi angeschlagen auf der Kippe stehen und mit Fabian Ernst ein weiterer Leistungsträger neben den Langzeitverletzten Gerald Asamoah und Sören Larsen definitiv ausfallen wird. Zu Umstellungen ist indes auch Hecking gezwungen. Mit Kapitän Altin Lala und Thomas Brdaric fehlen wichtige Eckpfeiler.

Hertha hofft auf Bastürk

Die obere Tabellenregion nicht aus den Augen verlieren wollen auch Hertha BSC Berlin, Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart. In Berlin liegen die Hoffnungen vor allem auf Yildiray Bastürk, der im Duell der Verfolger gegen Gladbach im Olympiastadion sein Comeback geben wird. Ohne den verletzt ausgefallenen Spielgestalter konnte Hertha kein Spiel mehr gewinnen, gegen die auswärtsschwache Borussia soll nun in die Erfolgsspur zurückgefunden werden. Bei Gladbach ist man hingegen optimistisch, sich mit den ersten Auswärtszählern in der Spitzengruppe zu etablieren.

Auswärts überzeugend sind bislang hingegen die Stuttgarter aufgetreten. In der Fremde ungeschlagen reisen die zuletzt konstant stark auftretenden Schwaben zum VfL Wolfsburg. Die Leistungsstärke der "Wölfe" ist indes schwer einzuschätzen. Dem 1:0-Erfolg über die Bayern ließ man beim 1:3 in Gladbach eine schwache Vorstellung folgen. Fehlende taktische Cleverness und Kommunikation bemängelte Kapitän Kevin Hofland, der den 15. Tabellenrang dennoch nur als Momentaufnahme sieht.

Veh kann wieder mit Osorio rechnen

Während Trainer Klaus Augenthaler in Stuttgart weiter auf Diego Klimowicz, der durch den endlich einsatzbereiten Isaac Boakye ersetzt werden könnte, verzichten muss, steht Armin Veh der gerade erst gegen Bayer Leverkusen (3:0) zurückgekehrte Fernando Meira (Muskelprobleme) nicht zur Verfügung. Wieder einsatzbereit meldete sich hingegen der mexikanische Außenverteidiger Ricardo Osorio.

Die Mannschaft der Stunde ist in der Bundesliga derzeit aber Alemannia Aachen. Der Aufsteiger überzeugt mit erfrischendem Fußball und stürmte durch das 3:1 bei Mainz 05 bis auf den vierten Tabellenplatz vor. Diesen gilt es gegen Energie Cottbus auf dem Aachener Tivoli zumindest zu halten. Bei Mitaufsteiger Cottbus verhielt sich der bisherige Saisonverlauf im Vergleich zur Alemannia konträr. Gut aus den Startlöchern gekommen setzte es zuletzt zwei Niederlagen in Folge, als Konsequenz stehen die Lausitzer nur noch zwei Zähler vor den Abstiegsrängen.

Mainz in Bielefeld unter Druck

Einen ähnlichen Verlauf erlebte der FSV Mainz 05. Seit zwei Monaten wartet die Mannschaft von Jürgen Klopp auf ein Erfolgserlebnis und sammelte nach dem Auftaktsieg gegen den VfL Bochum nur noch vier Punkte. An der Schwelle zu den Abstiegsplätzen rangierend steht der selbsternannte "Karnevalsverein" bei Arminia Bielefeld unter Druck. Die Arminia ihrerseits will sich mit dem dritten Heimsieg endgültig aus der Abstiegszone verabschieden und sich ins obere Tabellendrittel absetzen. (tso/ddp)

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