Bundesliga : Bremen wieder vor Schalke - Bayern siegen

Im Duell mit Schalke um die Champions League hat Werder Bremen nun wieder die Nase vorn. Auch auf den Abstiegsplätzen bleibt es weiter spannend: Nach einem 2:0 gegen Duisburg steigt in Nürnberg die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Almeida
Bremens Hugo Almeida jubelt nach seinem Treffer zum 1:0. -Foto: dpa

HamburgWerder Bremen hält im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation weiter die besten Karten in der Hand. Die Bremer festigten durch einen wertvollen 1:0-Sieg im Nordderby beim Hamburger SV und nunmehr 60 Punkten den wichtigen zweiten Tabellenplatz vor dem FC Schalke 04 (58), der am Dienstag mit 3:0 beim VfL Bochum gewonnen hatte. Der schon als deutscher Meister feststehende FC Bayern München (70) besiegte Arminia Bielefeld mit 2:0. Im Abstiegs-"Endspiel" schöpfte der 1. FC Nürnberg durch das 2:0 gegen den Mitrivalen MSV Duisburg neue Hoffnung. Hinter dem Tabellen-15. Bielefeld (32) stehen nun Nürnberg (31), Duisburg (29) und das nach der 0:3-Niederlage in Hannover kaum noch zu rettende "Schlusslicht" FC Hansa Rostock (27) auf den Abstiegsplätzen.

Im 88. Nordderby lieferten sich beide hanseatischen Teams eine äußerst rustikale Auseinandersetzung, bei der mehrere üble Fouls für Aufregung sorgten. Hamburgs Vincent Kompany und Werder-Schlussmann Tim Wiese hatten Glück, dass sie vor der Pause nicht die Rote Karte sahen. Kurz nach dem Wechsel gelang Gäste-Stürmer Hugo Almeida (47.) mit einem fulminantem Distanzschuss die Führung, die nach der Gelb-Roten Karte für Frank Baumann (58.) und das Rot für Jurica Vranjes (89., Tätlichkeit) allerdings noch arg in Gefahr geriet. Mit Glück und Geschick nahmen die Bremer den "Dreier" jedoch mit nach Hause.

Kann Nürnberg Abstieg noch abwenden?

Im richtungsweisenden Kellerduell gegen den Mit-Rivalen Duisburg ging der 1. FC Nürnberg von Beginn an konzentriert zu Werke. Und wurde dafür durch die von Angelos Charisteas (9.) herausgeschossene frühe Führung belohnt. Javier Pinola schaffte mit einem gewaltigen Linksschuss noch vor der Pause das beruhigende 2:0 (32.). Anders als kürzlich gegen Bielefeld ließ sich der FCN dieses Polster diesmal nicht nehmen und hat nun wieder reelle Chancen, den drohenden siebten Abstieg aus der Ersten Liga vielleicht doch noch zu vermeiden.

Drei Tage nach dem vorzeitigen Gewinn des 21. Meistertitels kamen die Bayern zum achten Heimsieg in Serie gegen die nun wieder akut in Abstiegsgefahr schwebenden Bielefelder. Nach holprigem Beginn und viel Glück bei einem Gäste-Pfostentreffer von Markus Bollmann schloss Franck Ribéry (26.) den direkten Gegenzug mit seinem zehnten Saisontor zur Bayern-Pausenführung ab. Unmittelbar nach Wiederanpfiff war Nationalspieler Lukas Podolski (47.) zur Stelle und führte mit dem 2:0 die Vorentscheidung herbei.

Lucio muss operiert werden

Einen kleinen Wermutstropfen gab es trotzdem für die Bayern: Für Innenverteidiger Lucio ist die Bundesliga-Saison vorzeitig beendet. Der brasilianische Nationalspieler muss wegen einer Muskelverletzung im rechten Unterschenkel an diesem Donnerstag operiert werden. Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld teilte am Abend nach dem 2:0 gegen Arminia Bielefeld mit, dass Lucio nach dem Eingriff zehn Tage ausfällt.

Wolfsburg hofft auf UI-Cup

Seine Chancen auf einen Startplatz auf Europas Fußball-Bühne droht Bayer Leverkusen zu verspielen. Gegen Hertha BSC musste sich der Werksklub 1:2 geschlagen geben. Torjäger Marko Pantelic (26.) mit seinem 13. Saisontreffer und Sofian Chahed (68./Foulelfmeter) trafen für die Gäste. Neben den Punkten verlor Bayer auch Nationalspieler Stefan Kießling, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (61.). Lukas Sinkiewicz' Ehrentreffer (89.) kam zu spät.

Eintracht Frankfurt blieb beim 2:3 gegen den VfL Wolfsburg auch im sechsten Punktspiel nacheinander sieglos. Grafite (4.), Marcel Schäfer (28.) und Edin Dzeko (79.) trafen für die "Wölfe", die weiter auf die UI-Cup-Teilnahme hoffen dürfen. Ioannis Amanatidis (22./Foulelfmeter) und Markus Weissenberger (61.) in seinem 150. Bundesliga-Spiel waren auf Seiten der Hessen erfolgreich. (jvo/dpa)

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