Bundesliga : Brisantes Verfolger-Duell

Das Duell zwischen Schalke 04 und Bayern München steht zum Abschluss des 10. Bundesliga-Spieltags im Mittelpunkt. Die Ausgangslage ist für beide Teams gleich.

Gelsenkirchen - Wer Tabellenführer Werder Bremen auf den Fersen bleiben will, muss das direkte Duell gewinnen. Angesichts ihrer zuletzt arg dürftigen Auftritte wollen beide Teams zudem mit einer engagierten Vorstellung jüngst verspielten Kredit bei den Fans zurückgewinnen.

Bei den "Königsblauen" stehen die Zeichen nach der peinlichen 0:3-Niederlage beim VfB Stuttgart derart auf Sturm, dass die Fans gegen den ungeliebten Gegner aus dem Süden die Anfangsphase boykottieren wollen. Symbolhaft für das Geburtsjahr des Traditionsvereins will die Schalker Anhängerschaft aus Protest 19 Minuten und vier Sekunden lang konzertiert schweigen.

Schwarze Serie für die Bayern in der Schalker Arena

Dabei hat doch gerade die von den enthusiastischen Schalke-Fans entfachte stimmungsvolle Atmosphäre zur bisherigen Erfolgsbilanz gegen die Bayern in der Arena mit beigetragen. Dort konnten die Bayern noch nie gewinnen, zuletzt gab es in Meisterschaft und Pokal fünf Siege sowie ein Unentschieden. Den letzten Auswärtserfolg "auf Schalke" feierten die Bayern 1998.

Ohnehin ging der Rekordmeister in der Bundesliga zuletzt dreimal als Verlierer vom Platz. Zudem blamierten sich die Münchner am Dienstag in der Champions League bei der traurigen Nullnummer gegen Sporting Lissabon. Zwar machte die Elf von Felix Magath dank des Remis den vorzeitigen Sprung ins Achtelfinale der "Königsklasse" perfekt. Doch der spielerische Offenbarungseid löste eine von Kapitän Oliver Kahn unterstützte System-Debatte aus. Der Bayern-Keeper sprach sich für eine Rückkehr zum 4-4-2-System aus, da der Drei-Mann-Sturm beim 4-3-3 zu wenig nach hinten arbeite.

Auf Schalker Seite muss der in die Kritik geratene Trainer Mirko Slomka unter anderen auf Spielmacher Lincoln (Muskelfaserriss) und Nationalspieler Fabian Ernst (Schambeinsyndrom) verzichten. Bei den Gästen fehlen mit Lucio (Bänderdehnung) und Lukas Podolski (Bänderriss) ebenfalls wichtige Leistungsträger.

Frankfurt empfängt Mönchengladbach

Im Schatten des Topspiels tritt Borussia Mönchengladbach zeitgleich bei Eintracht Frankfurt an. Dabei spricht alles für einen Heimsieg der Hessen. Immerhin gewannen die Hausherren in Frankfurt 18 von 34 Duellen, nur sieben Mal gingen die Gäste als Sieger vom Platz. Zudem holte die Fohlen-Elf von Trainer Jupp Heynckes in dieser Saison auswärts noch keinen Punkt. Den letzten Bundesligasieg auf fremdem Platz feierten die Borussen am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison - und das ausgerechnet beim 2:0 in Frankfurt.

Eintracht-Coach Friedhelm Funkel muss unter anderen auf seinen Stammkeeper Markus Pröll (Rippenprellung), Marko Rehmer (Muskelfaserriss in der Leiste) sowie den gelb-rot-gesperrten Aleksandar Vasoski verzichten. Bei den Gästen steht hinter dem Einsatz von Bo Svensson (Muskelbeschwerden) ein Fragezeichen. (tso/ddp)

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