Bundesliga : Christian Ziege verlässt Mönchengladbach

Der Co-Trainer und Ex-Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach gibt auf - aus Gründen "persönlicher, privater Natur." Alles andere seien "wilde Spekulationen". Unklar ist, ob Ziege zur Borussia zurückkehrt.

Christian Ziege und Hans Meyer gehen getrennte Wege
Gehen getrennte Wege: Christian Ziege (l.) und Cheftrainer Hans Meyer -Foto: dpa

MönchengladbachChristian Ziege gab heute bekannt, nicht mehr weiter als Co-Trainer bei der Borussia tätig zu sein. Eigentlich wollte Ziege erst zum Ende der Woche die Katze aus dem Sack lassen, doch in einer Pressemitteilung heißt es: "Durch die Berichterstattung in den Medien sehe ich mich veranlasst, dies heute schon zu tun. Meine Beweggründe sind rein persönlicher, privater Natur. Alles andere sind wilde Spekulationen, die nicht der Wahrheit entsprechen und von denen ich mich distanziere."

Sportdirektor Max Eberl wird zitiert: "Auch wenn wir uns das anders vorgestellt haben: Wir akzeptieren Christians Wunsch und hoffen, dass er irgendwann zu Borussia zurückkehren wird." Ob Ziege in Zukunft wieder in einem anderen Amt bei den "Fohlen" tätig sein wird, konnte der Sprecher der Borussia auf Nachfrage von tagesspiegel.de nicht sagen.

Vier Jahre bei Borussia

Ziege, der 2004 als aktiver Spieler zum fünfmaligen deutschen Meister gewechselt war, hatte das Amt des Co-Trainers erst nach der Verpflichtung von Hans Meyer als Cheftrainer überraschend übernommen. Zuvor war er nach der sportlichen Talfahrt des Klubs und der Entlassung von Trainer Jos Luhukay für ein Spiel als Interimscoach eingesprungen. Begonnen hatte er nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn 2006 als B-Junioren-Coach bei Borussia. Nach der Trennung von Manager Peter Pander übernahm Ziege im März 2007 auf Wunsch des Präsidiums das Amt des Sportdirektors und schaffte gemeinsam mit Luhukay den Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Im neuen Trainerteam um Hans Meyer rückte Ziege immer mehr in den Hintergrund, da dieser weiterhin mit seinem langjährigen Co-Trainer Jürgen Raab arbeiten wollte. Zudem wurde auch die Kritik an der Saisonplanung, die Ziege maßgeblich mitgesteuert hatte, immer lauter. (rope/dpa)

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