Bundesliga : Cottbus: Keine Angst vor bayerischer Tormaschine

Erster gegen Letzter heißt es am heutigen Spieltag, wenn der FC Bayern auf Energie Cottbus trifft. Meister VfB Stuttgart will gegen Bochum endlich wieder siegen.

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Neun Tore in sechs Spielen erzielte der Münchener Garde-Sturm. -Foto: dpa

Gegen das trainer- und auch etwas orientierungslose Team von Energie Cottbus wollen Luca Toni und Miroslav Klose die muntere Torejagd für Spitzenreiter Bayern München fortsetzen. Zum Siegen verdammt ist der kriselnde Meister VfB Stuttgart, der den VfL Bochum empfängt. Bayer Leverkusen will den Weg Richtung Spitze beim 1. FC Nürnberg fortsetzen, und der temporäre Bayern-Jäger Eintracht Frankfurt erwartet Aufsteiger Karlsruher SC. In der ersten englischen Woche der Bundesliga-Saison kommt es zudem zum Duell zwischen Arminia Bielefeld und Hannover 96.

Fünf Mal Klose, vier Mal Toni und insgesamt 16 Tore sind Ligaspitze. "Luca braucht nicht so viele Chancen, um Tore zu machen", lobte Trainer Hitzfeld. "Und Klose hat einmal mehr seinen unglaublichen Torinstinkt bewiesen." Gegen die Wackel-Defensive (schon elf Gegentore) aus Cottbus will das Stürmerpaar zur Oktoberfest-Zeit in München nachlegen. Doch gerade nach dem Rauswurf von Petrik Sander, für den die Lausitzer noch keinen Nachfolger verpflichtet haben, erwartet Hitzfeld starke Gegenwehr.

Weber: fahren nach München um zu punkten

"Das ist immer gefährlich, wenn der Trainer gewechselt wird, dass eine Mannschaft zeigen muss, dass es nicht an ihr, sondern vielleicht am Trainer lag", sagte der 58-Jährige. Energie wird in München unter der Regie von Interimstrainer Heiko Weber auflaufen. "Wir fahren nach München, um zu punkten. Wir werden uns nicht verstecken", spuckte der Übergangstrainer große Töne.

Nach nur sieben Punkten aus sechs Spielen ist Meister Stuttgart zum Siegen verdammt. "Wir haben wieder ziemlich Druck, weil wir uns selber da reingebracht haben und müssen uns da selber rausholen", sagte Trainer Armin Veh, der auf Mittelfeldmann Thomas Hitzlsperger (Entzündung im Zeh-Gelenk) verzichten muss. Bochums Trainer Marcel Koller spricht indes von "mentaler Müdigkeit" und will im Hinblick auf das Spiel gegen Nürnberg am Wochenende bis zu vier Spieler austauschen.

Schneider kann noch nicht spielen

Mit einem Sieg in Nürnberg wollen die Leverkusener Werbung für das Spitzenspiel am Samstag gegen den FC Bayern machen und sich beim Kampf um die Spitze in Position bringen. Dabei fehlt aber weiterhin Bernd Schneider. "Ihm geht es nach seiner Knieprellung zwar deutlich besser, für Nürnberg reicht es aber noch nicht", sagte Trainer Michael Skibbe.

Der kriselnde Pokalsieger Nürnberg startet gegen die Werkself den vierten Versuch, in dieser Saison endlich ein Heimspiel zu gewinnen. "Die Lage ist nicht dramatisch, aber sie kann es noch werden", sagte Trainer Hans Meyer. Zwar geben sich die Franken gelassen, doch trotz aller schönen Worte fehlten bislang vor allem die Stürmertore: Seit fünf Monaten hat kein "Club"-Angreifer mehr getroffen.

Im Derby gegen Hannover 96 will Arminia Bielefeld nach dem Dämpfer in Gelsenkirchen wieder in die Erfolgsspur zurück. Doch auch die Niedersachsen brauchen dringend Punkte, um nicht weiter in den Tabellenkeller zu rutschen. Nach dem 1:4 gegen München möchte sich der Karlsruher SC gegen Bayern-Jäger Eintracht Frankfurt besser aus der Affäre ziehen, wenngleich die Eintracht Favorit ist. "Das wird alles andere als ein Selbstläufer. Der KSC ist der beste Aufsteiger", sagte Frankfurts Coach Friedhelm Funkel, der wieder auf Stammtorwart Markus Pröll zurückgreifen kann. (mit dpa)

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