Bundesliga : Der HSV verliert den Anschluss an die Spitze

Die Hamburger machten den Fehler, das zuletzt erfolglose Hannover 96 zu unterschätzen und verloren verdient 0:3.

Erik Eggers[Hannover]
Hannover 96 - Hamburger SV
Torjubel. Konstantin Rausch (l) und Bastian Schulz bejubeln Jan Schlaudraffs (verdeckt, hinten) Tor zum 2:0.Foto: dpa

Martin Jol hatte alles riskiert. Mit Thiago Neves hatte der Trainer des Hamburger SV einen weiteren Offensivspieler gebracht. Und seine Mannschaft drängte, stürmte mit aller Macht. Doch dann schlug Hannover 96 erneut zu: Jan Schlaudraff spielte Szabolcs Huszti in den Lauf, der passte quer – und Jiri Stajner schob den Ball nur noch ein. Dieses Tor zehn Minuten vor Schluss besiegelte den verdienten 3:0 (2:0)-Sieg Hannovers.

Vor 49 000 Zuschauern hatten Bastian Schulz und der überragende Schlaudraff den Gastgeber früh in Führung gebracht. Mit dieser unerwarteten Pleite verlor der HSV den Anschluss an die Tabellenspitze. „So viele Ballverluste, das macht es für den Gegner leicht“, jammerte Jol. Ein „Riesenkompliment an die Mannschaft“ verteilte 96-Coach Dieter Hecking, dessen Team sich mit dem Sieg etwas von der Abstiegszone absetzte.

Dabei trat Hannover ohne gelernten Innenverteidiger an: Mario Eggimann, Vinicius, Frank Fahrenhorst, Valerien Ismael, sie alle sind verletzt. Doch Christian Schulz und Hanno Balitsch, für gewöhnlich im defensiven Mittelfeld unterwegs, machten sich als Stellvertreter gut. Ihre laufstarken und aggressiven Vorderleute setzten aber den HSV auch von Beginn an mächtig unter Druck, attackierten früh.
Als Alex Silva und Guy Demel einen Fehlpass verschuldeten, nutzte Bastian Schulz nutzte gleich die erste Chance und zirkelte den Ball aus 20 Metern über den unglücklich aussehenden HSV-Keeper Frank Rost hinweg zum 1:0 ins Tor. Schlaudraff erhöhte aus kurzer Distanz nach Doppelpass mit Forsell auf 2:0. Nach der Pause ließ Hannover den HSV kommen, beschränkte sich auf die Defensive. Ivica Olica und Piotr Trochowski vergaben zwei gute Chancen, die 96-Ersatzkeeper Florian Fromlowitz ohne Probleme parierte.

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