Bundesliga : Die zwei Gesichter der Bremer

Wie schon vor einer Woche in Berlin wäre das gegen den VfL Bochum beinahe schief gegangen. Hugo Almeida, Naldo und Diego drehten mit ihren Toren einen 0:2-Pausenrückstand durch zwei Treffer von Stanislav Sestak noch zu einem 3:2-Erfolg um.

Sebastian Stiekel
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Doch nicht schief gelegen. Werder siegt trotz des Fehltritts von Hugo Almeida (links) gegen Bochum. Foto: dpa

Claudio Pizarro und Mesut Özil saßen nur auf der Bank. Clemens Fritz und Sebastian Boenisch gleich daneben. Zwischen den Spielen im DFB-Pokal und Uefa-Cup schont Werder Bremen in der Bundesliga gern ein paar Stammspieler, und wie schon vor einer Woche bei Hertha BSC in Berlin wäre das gegen den VfL Bochum beinahe schiefgegangen. Almeida, Naldo und Diego drehten mit ihren Toren einen 0:2-Pausenrückstand durch zwei Treffer von Stanislav Sestak noch in einen 3:2-Sieg um.

Werders Rotationen gaben in diesem Spiel den Ausschlag. In der ersten Hälfte – ohne Özil und Pizarro – investierten die Bremer nichts in diese Partie, keine Bewegung, keinen Spielfluss. „Da hätte unsere C-Jugend besser gespielt“, sagte Torhüter Tim Wiese. In der zweiten Hälfte änderte sich das. Werder brachte Özil und Pizarro und drehte vor allem dank Özil auf. Der VfL Bochum stand nun permanent unter Druck, am Ende wäre sogar noch weit mehr als ein 3:2-Sieg für Werder möglich gewesen.

Die Bremer verteidigten nach dem Spiel ihre Extremrotation. „Wir hatten eine sehr hohe Belastung zuletzt, da mussten wir reagieren“, sagte Sportchef Klaus Allofs. Er schob die Mängel in der ersten Hälfte auf die fehlende Einstellung und nicht auf die Aufstellung, aber Allofs wusste auch, „dass es ein Echo gegeben hätte, wenn wir hier verloren hätten“. Er meinte den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung. Bochums Konkurrenz im Abstiegskampf wird sich nicht gefreut haben über Werders erste Elf. Auch der VfL spielte nicht mit seinem besten Team. Aber im Gegensatz zu Werder hatte er sich das nicht ausgesucht. Klimowicz und Ono fehlten verletzt, Azaouagh und Epalle waren angeschlagen. In Ermangelung weiterer Kreativkräfte spielten die Verteidiger Pfertzel und Bönig im offensiven Mittelfeld. In der ersten Halbzeit reichte das sogar. In der zweiten fehlte dann die Entlastung. „Ärgerlich“, fand das Trainer Marcel Koller. „Wir hätten die Punkte besser gebrauchen können.“

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