Bundesliga : FC Bayern beendet Durststrecke

Die Münchner haben Trainer Felix Magath die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte verdorben und bleiben auch nach dem 14. Spieltag die Nummer eins der Fußball-Bundesliga.

Klaus Bergmann[dpa]
Ribéry Foto: ddp
Wieder erfolgreich. Die Bayern Ribéry und van Bommel. -Foto: ddp

München  Nach drei sieglosen Spielen fand der Tabellenführer mit einem knappen, aber verdienten 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen einen lange harmlosen VfL Wolfsburg in die Erfolgsspur zurück. Den Bayern-Sieg in der mit 69.000 Zuschauern ausverkauften Münchner Allianz Arena sicherten Nationalstürmer Miroslav Klose (35.) mit seinem 9. Saisontreffer sowie der prächtig aufgelegte Franzose Franck Ribéry (50.). U 21-Nationalspieler Ashkan Dejagah erzielte den Wolfsburger Anschlusstreffer (72.).

Ex-Bayern-Trainer Magath hatte sich für eine sehr massierte Defensive mit dem gelernten Innenverteidiger Alexander Madlung als zusätzlichem Abräumer vor der Abwehr entschieden. Die immer wieder von Franck Ribéry angetriebenen Bayern, bei denen Nationalspieler Lukas Podolski 90 Minuten zuschauen musste, benötigten zunächst viele Anläufe, bis sie das Bollwerk nach ersten Kopfballchancen von Luca Toni (1.) und Klose (14.) sowie einem Schussversuch des starken Mark van Bommel (18.) knackten.

Ballverlust führt zum 1:0

Beim 1:0 leistete jedoch VfL-Verteidiger Peter van der Heyden entscheidende Hilfestellung, als er den Ball völlig unnötig am eigenen Strafraum gegen Ribéry verlor. Der Franzose bediente Klose, der keine Mühe hatte, den Ball ins Tor zu schieben. Danach traf Klose noch per Kopf die Oberkante der Torlatte (41.), während im Gegenzug Christian Gentner die einzige VfL-Chance freistehend mit einem Kopfball in die Arme von Bayern-Torwart Oliver Kahn vergab (42.).

Der unermüdlich anstürmende Ribéry sorgte kurz nach der Pause für das 2:0. Nach Doppelpass mit Hamit Altintop schob er den Ball durch die Beine des herausstürzenden Wolfsburger Schlussmann Simon Jentzsch ins Netz. Es war das 3. Saisontor des Mittelfeldspielers.

Wolfsburger wachen zu spät auf

Vom Wolfsburger Team kam - zum Ärger von Magath - viel zu spät Gefährliches nach vorne. Die Bayern-Abwehr, in der Daniel van Buyten ein passabler Vertreter des gesperrten Brasilianers Lucio war, hatte erst in der Endphase Probleme. Doch was aufs Tor kam, entschärfte in der Regel Torhüter Oliver Kahn, etwa einen 30-Meter-Freistoß von Marcelinho (70.). Beim strammen Schuss von Dejagah war aber auch Kahn bei seinem 20-jährigen Dienstjubiläum als Profi ohne Abwehrchance.

Die Bayern-Fans waren angesichts des Sieges guter Stimmung, Rufe oder Plakate gegen Manager Uli Hoeneß gab es nicht. Der Vorstand des FC Bayern hatte sich vor dem Spiel zu einer Aussprache mit rund 30 Fanclub-Vertretern getroffen. "Wir hatten eine wunderbare Begegnung", sagte Hoeneß, der die Anhänger zuletzt auf der Jahreshauptversammlung scharf angegriffen hatte. Bei der Zusammenkunft in der Allianz Arena sei zwei Stunden lang "konstruktiv über Probleme" gesprochen worden.  

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