Bundesliga : Fehlstart für Stuttgart

Borussia Dortmund gewinnt beim VfB in einem temporeichen Spiel mit 3:1.

Stuttgart - Borussia Dortmund hat beim VfB Stuttgart einen nicht unverdienten 3:1 (2:1)-Erfolg errungen. Vor rund 44.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion leitete der Stuttgarter Ludovic Magnin mit einem Eigentor die Niederlage für den VfB ein (20.). Zwar gelang dem jungen Serdar Tasci bei seinem Debüt in der Startelf der Stuttgarter noch in der ersten Hälfte der Ausgleich (30.), aber Florian Kringe (32.) und Alexander Frei (88.) sorgten mit ihren Treffern für den ersten Sieg des BVB in der laufenden Saison 2006/07.

Beide Trainer veränderten im Vergleich zur Vorwoche ihre Teams auf mehreren Positionen. Bei den Gastgebern musste Coach Armin Veh auf die gesperrten Ricardo Osorio (Rot) und Antonio da Silva (Gelb-Rot) verzichten. Der junge Serdar Tasci und Alexander Farnerud rückten für das Duo in die Startformation. Darüber hinaus stürmte Marco Streller für den angeschlagenen Jon Dahl Tomasson neben Cacau. Beim BVB ersetzte Neuzugang Tinga WM-Teilnehmer David Odonkor und Christian Wörns kehrte nach abgesessener Sperre für den verletzten Martin Amedick in die Viererkette zurück.

Beide Teams starteten verhalten in die Partie und neutralisierten sich in den ersten 20 Minuten gegenseitig. Die einzige Ausnahme bildete ein Schuss des fleißigen Cacau, der knapp neben das Tor ging (8.). Danach kam die Borussen besser ins Spiel und konnten sich vornehmlich über die rechte Seite in Szene setzen. Allerdings benötigte der BVB für die Führung die Mithilfe des Stuttgarters Ludovic Magnin, der das Leder nach einem Freistoß seines Landsmannes Alexander Frei ins eigene Tor köpfte. Der VfB wirkte geschockt und Dortmund hatte durch Nelson Valdez die große Chance zum zweiten Treffer (24.).

Frei sichert Sieg der Borussia

Erst jetzt erwachten die Gastgeber und urplötzlich entwickelte sich ein temporeiches Duell mit Chancen auf beiden Seiten. Dem jungen Tasci war es dann vorbehalten, im Anschluss an einen Eckball den Ausgleich zu erzielen, ehe Kringe nach einem abgefälschten Schuss von Frei an die Latte am schnellsten reagierte und den BVB erneut in Führung brachte. Dieser knappe Vorsprung blieb trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten bis zum Pausenpfiff des souveränen Schiedsrichters Franz-Xaver Wack bestehen.

Der zweite Abschnitt konnte dann nicht mehr mit dem abwechslungsreichen Geschehen der ersten 45 Minuten mithalten. Der BVB stand tief und versuchte vor allem über Konter zum Erfolg zu kommen. Auf der anderen Seite mühten sich die Stuttgarter, investierten mehr, kamen aber kaum noch gefährlich vor das Gehäuse von Keeper Roman Weidenfeller. Aufregung gab es lange Zeit eigentlich nur bei vermeintlichen Handspielen von Marc-André Kruska, Christian Wörns und Dede im eigenen Strafraum, bei denen aber die Pfeife von Schiedsrichter Wack jeweils stumm blieb.

Ansonsten hatte die Dortmunder Hintermannschaft das Geschehen gegen keineswegs enttäuschende Gastgeber unter Kontrolle und wenn doch einmal etwas durchkam, erwies sich der überragende Weidenfeller als sicherer Rückhalt. Zwei Minuten vor dem Ende der Begegnung vollendete Frei einen schulmäßigen Konter der Borussen und sorgte für die endgültige Entscheidung in dieser über weite Strecken guten Bundesliga-Partie. (tso/ddp)

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