Bundesliga : Gelungener Saisonauftakt im Berliner Olympiastadion

Hertha BSC hat das erste Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison klar gewonnen. Die Berliner schlugen Hannover 96 mit 4:0.

Berlin - 37 166 Zuschauer im Berliner Olympiastadion sahen ein sehr gutes Spiel der Heimelf, die zahlreiche Akzente in der Offensive setzte und bei konsequenterer Chancenverwertung noch höher hätte gewinnen können. Marko Pantelic (20., 63.), Pal Dardai (31.) und der eingewechselte Patrick Ebert (76.) mit seinem ersten Bundesligatreffer münzten die Überlegenheit der Hausherren mit ihren Toren in ein entsprechendes Ergebnis um.

Bei Hertha hatte man angekündigt, die Fans mit offensiver und attraktiver Spielweise zu begeistern. Für die nötigen Tore sollte Neuzugang Christian Giménez sorgen, der erstmals von Beginn an stürmte und Srdjan Lakic aus der Anfangself verdrängte. Zudem rückte der zuletzt gesperrte Josip Simunic in die Innenverteidigung, Arne Friedrich spielte dafür auf seiner angestammten Position auf rechts außen, Sofian Chahed nahm auf der Bank Platz. Bei Hannover war man mit der Spielweise beim 2:4 zum Auftakt gegen Bremen durchaus zufrieden, entsprechend sah Trainer Peter Neururer keine Veranlassung, seine Anfangsformation zu ändern.

Beide Mannschaften gingen von Beginn an mit viel Einsatz zur Sache und suchten den Weg in die Offensive. Dabei offenbarte Hannover Schwächen in der Rückwärtsbewegung und Hertha übernahm zunehmend die Initiative. Folgerichtig bot sich früh die erste gute Gelegenheit für die Hausherren, als Yildiray Bastürk (7.) abzog und Keeper Robert Enke mit tollem Reflex klärte.

Gerade als Hannover besser ins Spiel zu finden schien, schlug Hertha zu. Gilberto hatte Ellery Cairo auf rechts angespielt, Hannover auf Abseits spekuliert und der agile Pantelic dann in der Mitte vollstreckt. Fortan ließ Hertha Hannover kommen, um mit schnellen Gegenstößen für Gefahr zu sorgen. Dabei zeigte sich 96 anfällig, weil das Umschalten von Angriff auf Abwehr viel zu lange dauerte. Entsprechend fiel das 2:0 nach einem Konter, als Gimenez noch am Pfosten scheiterte und Dardai abstaubte. Hertha blieb bis zur Pause gefährlich und Hannover hatte es Enke zu verdanken, nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein.

Kurz nach dem Wiederanpfiff schwächte Michael Tarnat fahrlässig seine Mannschaft. Gerade wegen Meckerns mit Gelb verwarnt, trat er Cairo von hinten um und sah Rot. Fortan wurde Hertha von Hannover kaum gefordert und lauerte auf die endgültige Entscheidung. Diese war nicht von ungefähr dem starken Pantelic vorbehalten. Bastürk hatte den Serben im Strafraum mustergültig angespielt und Pantelic musste aus Nahdistanz zu seinem zweiten Treffer nur den Fuß hinhalten.

Hannover gab sich nun auf und Hertha-Coach Falko Götz nutzte den klaren Vorsprung, um mit Patrick Ebert und Lakic zwei Talenten Einsatzzeit zu verschaffen. Ebert dankte es dem Trainer prompt mit seinem ersten Bundesligatreffer, den der starke Bastürk aufgelegt hatte. Bis zum Abpfiff ließ es Hertha ruhig angehen und schonte Kräfte für das am Donnerstag anstehende UEFA-Qualifikations-Rückspiel bei Ameri Tiflis. Da machte es auch nichts mehr aus, dass Bastürk kurz vor Schluss mit einem Strafstoß am besten Hannoveraner Robert Enke scheiterte. (tso/ddp)

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