Bundesliga : Glückliche Schwaben

Dank eines späten Eigentores von Zuraw kommt der VfB Stuttgart gegen Hannover zu einem glücklichen Heimsieg und bleibt damit auf Champions-League-Kurs.

Stuttgart - Gegen Hannover 96 tat sich der schwäbische Fußball- Bundesligist beim 2:1 (1:1) zwar schwer, kletterte aber zumindest bis Sonntagabend auf Tabellenplatz zwei und setzte damit Rekordmeister FC Bayern München beim Duell gegen Bayer Leverkusen unter Zugzwang. Roberto Hilbert hatte vor 53.000 Zuschauern die Gastgeber bereits in der 2. Minute in Führung gebracht, die Hannovers Steven Cherundolo nach einer Stunde ausglich. Dariusz Zuraw (74.) vergab mit einem unglücklichen Eigentor den durchaus verdienten und möglichen Hannoveraner Punktgewinn.

Die 96er sind nun seit 36 Jahren beim VfB sieglos und versinken mit nur zwei Zählern aus den vergangenen sechs Spielen tiefer im Abstiegsstrudel. Stuttgart hat weiter vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Schalke 04, muss aber im Heimspiel nächste Woche gegen Bayern München auf Arthur Boka verzichten, der kurz vor Schluss wegen eines groben Fouls die Rote Karte sah.

Bei den Gastgebern ersetzten Boka und Antonio da Silva die gesperrten Ludovic Magnin und Thomas Hitzlsperger. Für Marco Streller rutschte zudem Alexander Farnerud in die Mannschaft. Vor dem Mexikaner Pavel Pardo agierte eine Viererkette im Mittelfeld hinter dem einzigen echten Stürmer Cacau. Hannover spielte ohne die gesperrten Altin Lala und Frank Fahrenhorst, Vahid Hashemian erhielt den Vorzug gegenüber Jiri Stajner.

Vorsprung verwaltet

Der VfB erwischt einen Start nach Maß. Hilbert verwertete eine Flanke aus kurzer Distanz zur Führung. Sami Khedira (17.) hätte sogar zum 2:0 erhöhen können. Die frühe Stuttgarter Führung warf das taktische Konzept der 96er über den Haufen und es dauerte eine Viertelstunde, bis sich die anfangs einfallslosen Hannoveraner gefangen hatten. Arnold Bruggink prüfte VfB-Schlussmann Timo Hildebrand mit einem Freistoß aus gut 25 Metern (19.). Die Schwaben taten in der Folge zu wenig für den Spielaufbau und verwalteten ihren Vorsprung. Die Partie verflachte: Chancen ergaben sich nur aus Standardsituation wie bei einem 30-m-Freistoß von Vinicius, den Hildebrand kurz vor der Pause nur mit Mühe wegfausten konnte.

Mit der Einwechslung von Marco Streller zu Beginn der zweiten Hälfte erhoffte sich VfB-Trainer Armin Veh mehr Offensivimpulse. Doch bis auf einen Weitschuss des schwachen Antonio da Silva, den Robert Enke zur Ecke lenkte (58.) kam das Hannoveraner Tor nicht in Gefahr. Cherundolo ließ beim nicht unverdienten Ausgleich mit einem Schuss unter die Latte Hildebrand keine Chance. Bedrängt von Streller traf Hannovers Zuraw eine Viertelstunde vor Schluss dann ins eigene Netz. Der eingewechselte Montabell hatte kurz vor Spielende noch den Ausgleich für 96 auf dem Fuß, schoss aber vorbei. (Von Marc Zeilhofer, dpa)

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