Bundesliga : Hamburg nach Sieg Dritter - BVB nur 1:1 gegen Cottbus

Borussia Dormund hat sich gegen Abstiegskandidat Energie Cottbus unerwartet schwer getan und findet sich nach dem Remis gegen die Lausitzer im grauen Mittelfeld wieder. Besser erging es dem HSV, der Bielefeld mit 2:0 abfertigte.

Trochowski
Die Hamburger bejubeln das Tor von Pjotr Trochowski. -Foto: ddp

Borussia Dortmund ist nach einer verheißungsvollen Hinrunde zurück im grauen Bundesliga-Mittelmaß. Mit einem enttäuschenden 1:1 (1:1) im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Energie Cottbus verspielten die Westfalen am Sonntag ihre Chance, den Anschluss an die begehrten Uefa-Pokal-Plätze herzustellen und müssen somit weiter auf den ersten Sieg 2009 warten. Vor 66.300 Zuschauern im Signal-Iduna-Park reichte der Treffer von Alexander Frei (36. Minute/Foulelfmeter) nicht aus, um das bereits achte Heim-Unentschieden des BVB in dieser Spielzeit abzuwenden. Cagdas Atan (31.) hatte Cottbus in Führung gebracht, das verdientermaßen einen wertvollen Auswärtszähler im sportlichen Überlebenskampf mitnahm. In einer zerfahrenen Schlussphase sah Dortmunds Koreaner Young-Pyo Lee in der Nachspielzeit die Rote Karte wegen groben Foulspiels.

Die Dortmunder, die erstmals in der Rückrunde wieder von Beginn an ihren Kapitän Sebastian Kehl aufbieten konnten, agierten bei leichtem Schneetreiben lange zu passiv und leisteten sich viele Abspielfehler. Die mit der Sieger-Elf aus dem Hannover-Spiel (3:1) angetretenen Gäste ließen die Hausherren nicht ins Spiel kommen und wurden mit zunehmender Spieldauer immer frecher. So war die Führung nicht einmal überraschend, als nach Ervin Skelas Pfostenschuss Cagdas zu seinem ersten Saisontor abstaubte. Dann kam den Westfalen ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Peter Sippel (München) zu Hilfe, nachdem Cagdas Kehl im Strafraum geklammert hatte. Frei ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte zu seinem sechsten Saisontreffer.

Weidenfeller verhindert BVB-Niederlage

Doch auch der rasche Ausgleich sorgte nicht für Ruhe in Reihen des BVB. Im Gegenteil: Die Lausitzer blieben am Drücker und hatten drei weitere gute Einschussmöglichkeiten. Allein der aufmerksame Dortmunder Schlussmann Roman Weidenfeller verhinderte gegen Emil Jula (38./41.) und Skela (40.) mit guten Paraden den erneuten Rückstand. Erst in der Schlussphase standen Frei (69.) und Kehl (73.) nach endlich einmal sehenswerten Angriffen dicht vor dem 2:1, das der starke Gerhard Tremmel im Energie-Gehäuse aber verhindern konnte. 

Bielefeld im Abstiegssog

Besser erging es dagegen dem Hamburger SV, der auch ohne Torjäger Mladen Petric wenig Probleme mit seinem Lieblingsgegner Arminia Bielefeld hatte. Die Hamburger sind nunmehr Tabellen-Dritter und befinden sich in Lauerstellung auf den Spitzenplatz in der Bundesliga. Piotr Trochowski (32. Minute) unter gütiger Mithilfe von Gäste-Schlussmann Dennis Eilhoff und Paolo Guerrero (60.) per sehenswertem Schlenzer erzielten am Sonntag vor 53.292 Zuschauern die Tore zum 2:0 (1:0).

Bielefeld konnte seinen guten Rückrundenstart nicht ausbauen und hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Artur Wichniarek scheiterte per Foulelfmeter nahezu kläglich an HSV-Torwart Frank Rost (55.). In Hamburg warten die Arminen schon seit neun Spielen auf einen Sieg.

Über die Fingerspitzen ins Tor geflutscht

Bei nasskaltem Schmuddelwetter mit Dauer-Schneeregen wollten die Hamburger ihre Heimstärke wie beim Gala-Auftritt gegen Bayern München demonstrieren. Doch gegen die defensiv orientierten Ostwestfalen konnten sie sich ohne den gesperrten Goalgetter Petric lange keine Torchance erarbeiten. Auch der nach seiner Sperre zurückgekehrte Ivica Olic agierte harmlos. Trochowski (16.) versuchte es aus der Distanz, doch Eilhoff hatte zunächst keine Mühe. Auf der Gegenseite hätte Jonas Kamper beinahe Rost (24.) mit einem Fernschuss überrascht.

Dank des fatalen Fehlgriffs von Eilhoff gelang dem HSV doch das erste Tor. Trochwoskis Freistoß-Flanke ließ der Schlussmann über die Fingerspitzen ins Tor flutschen. Drei Minuten später hätte der Nationalspieler aus kurzer Distanz fast auf 2:0 erhöht. Bielefeld musste seine konsequente Kontertaktik aufgeben. Als Oliver Kirch (43.) zum Einschuss bereit war, grätsche der nach seinem Alptraum-Debüt in Karlsruhe (2:3) besonders auf Sicherheit bedachte Michael Gravgaard den Ball gerade noch zur Seite. (jvo/dpa)

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