Bundesliga : Hannover vs. Dortmund: Wer besser läuft, gewinnt

Hannover 96 hat bislang nur einen erbärmlichen Auswärtspunkt geholt. Hauptgründe dafür sind katastrophale Fehler in der Innenverteidigung und eine anhaltende Laufschwäche.

Mathias Klappenbach
263222_0_3ebf747a.jpg

Wenn man nicht wüsste, wer er ist, könnte man Jiri Stajner auf den ersten Blick für einen Thekenfußballer halten. Und auf den zweiten auch. Wegen der indiskutablen Leistungen, die er im Wechsel mit genialen spielerischen Momenten zeigt. Und den überraschenden Dribblings, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Hannovers Publikumsliebling passt perfekt in eine Mannschaft, die in dieser Saison wie viele Freizeitteams agiert, die sonntags früh aufstehen müssen und nach der Fahrt zum Auswärtsspiel nur noch wenig Lust haben, überhaupt zu spielen. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking hat bislang nur einen erbärmlichen Auswärtspunkt geholt. Hauptgründe dafür sind katastrophale Fehler in der Innenverteidigung und eine anhaltende Laufschwäche. In Heckings 4-2-3-1-System haben die Halbspitzen wie Stajner bei Ballbesitz des Gegners die Aufgabe, beim Pressing den ballführenden Gegner zu einem Abspiel in die gewünschte Richtung fernab der eigenen Seite zu verleiten, wo dann nach schnellem Verschieben der defensiven Mittelfeldspieler der Ball gewonnen wird. Wird dieses Pressing mangelhaft ausgeführt, laufen alle anderen vergeblich, dem Gegner bleibt Zeit und Raum. Ein Spieler wie Stajner hätte beim Trainer von Hannovers Gegner am Samstag, Dortmunds Jürgen Klopp, wohl keine Chance. Selbst Torjäger Alexander Frei sitzt bei Klopp wegen mangelnder Laufleistung auf der Bank. Dafür hat Klopp das Problem, dass seine Außenspieler zu wenig Tempo nach vorne entwickeln. Klopps Stürmer brauchen aber gute Vorlagen. Bester BVB-Torschütze ist trotz allem Frei mit sechs Treffern. So viele hat Jiri Stajner auch.

0 Kommentare

Neuester Kommentar