Bundesliga : Hertha rutscht nach unten

Hertha BSC hat das Auswärtsspiel in Bremen verloren und nach vier sieglosen Spielen nun die untere Tabellenhälfte im Blick. Werder bleibt den Bayern auf den Fersen.

Michael Rossmann
Hertha
Bremens Spielmacher im Zweikampf mit Herthas Chahed. -Foto: dpa

Bremen Zwei Tage nach der Vertragsverlängerung von Trainer Thomas Schaaf hat Werder Bremen seine Erfolgsserie fortgesetzt und den Sprung auf Platz zwei geschafft. Die Bremer gewannen das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin am Samstag mit 3:2 (0:0) und bleiben einer der hartnäckigsten Bayern-Verfolger. Die Werder-Tore beim vierten Heimsieg in Folge schossen vor 40.278 Zuschauern im Weserstadion Hugo Almeida (57.), Markus Rosenberg (62.) und Leon Andreasen (74.). Die Berliner, für die Gilberto (61.) und Solomon Okoronkwo (90. +2.) trafen, blieben bereits im vierten Spiel hintereinander ohne Sieg und rutschten auf Platz neun.

Bei der Generalprobe vor dem wichtigen Champions-League-Spiel am kommenden Mittwoch gegen Lazio Rom zeigten die Bremer eine erst in der zweiten Halbzeit überzeugende Leistung. Im Tor wieder mit Tim Wiese spielte Werder überlegen, kam aber erst spät zu Torchancen. Nach einer druckvollen Anfangsphase mit einigen schönen Kombinationen fehlte lange der Zug zum Tor, ehe in der zweiten Halbzeit die Tore fielen.

Die Bremer, die weiterhin auf Aaron Hunt, Ivan Klasnic, Carlos Alberto, Patrick Owomoyela und Pierre Womé verzichten müssen, hatten vor allem im Mittelfeld technische Vorteile. Der in die Startelf zurückgekehrte Tim Borowski demonstrierte Ballsicherheit und sorgte für eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu seinem Ersatzmann Jurica Vranjes. Noch stärker waren aber seine Nebenspieler Daniel Jensen und Diego.

Hertha ausgekontert

Die besten Einschussmöglichkeit besaßen zunächst Diego bei einem direkten Freistoß (28.) und Daniel Jensen (37.) mit einem Schuss aus fünf Metern, ehe in der zweiten Hälfte Clemens Fritz (50.) frei vor dem Tor vergab und Diego (51.) die Latte traf. Kurioserweise fiel das 1:0 dann bei einem Konter, den Almeida nach einem Pass von Diego zum 2500. Bundesliga-Treffer von Werder abschloss. Danach ging es Schlag auf Schlag, denn dem Ausgleich durch Gilbertos Heber folgte der Treffer des gerade eingewechselten Rosenberg nach Pass von Almeida. Mit dem Tor von Andreasen, der den Pass von Torsten Frings verwertete, war die Partie entschieden.

Die Gäste aus Berlin, bei denen der brasilianische Nationalspieler Mineiro lange auf der Bank saß, spielten zunächst mit einer Dreier-Kette. Diesen Versuch mit einer neuen Abwehrvariante brach Trainer Lucian Favre jedoch nach einer knappen Viertelstunde wieder ab und stellte um auf eine eine Viererkette mit zwei Abräumern davor. Doch auch mit dieser Taktik gerieten sie vor allem in den zweiten 45 Minuten mächtig unter Druck.

Die Herthaner, durch die Verletzung von Lucio ohne Spielmacher, beschränkten sich im Spiel nach vorne lange auf Konter. Nachdem die Berliner zuvor 268 Minuten ohne Torerfolg geblieben waren, kamen sie durch Gilberto in der 43. Minute zu ihrer ersten Chance, doch der Brasilianer traf nach schönem Pass von Tobias Grahn den Ball nicht. Besser machte er es bei seinem schönen Treffer. (mit dpa)

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