Bundesliga : HSV: Trainer gesucht, Manager bleibt

Am Tag nach der Trennung von Martin Jol überschlugen sich die Gerüchte um mögliche Trainer-Kandidaten beim Hamburger SV.

Hamburg - Namen wie Mirko Slomka, Bruno Labbadia, Slaven Bilic, Michael Skibbe und Michael Laudrup machten die Runde. „Es muss schnell gehen, der neue Trainer muss schließlich seine personellen Vorstellungen einbringen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Becker gestern.

Die Suche beginnt nicht bei Null, schließlich haben die Hamburger im Vorjahr 177 Tage nach einem neuen Coach gefahndet und dabei Datenbanken angelegt. Spekulationen über eine Demontage von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer verneinte Becker. „Das ist alles frei erfunden. Darüber wurde nie ein Wort verloren.“

Jols Nachfolger wird schon der siebte Trainer in zehn Jahren sein. Seit Bernd Hoffmann als Vorstandsvorsitzender die Geschicke des HSV führt (2003), wird er in seiner Amtsperiode nach Kurt Jara, Klaus Toppmöller, Thomas Doll, Huub Stevens und Jol den sechsten Trainer begrüßen. „Wir haben jetzt die Chance, frühzeitig zu planen und auch personell die Weichen für die Zukunft zu stellen“, sagte Hoffmann. Der Aufsichtsrat verwies noch einmal auf die wirtschaftlichen Zwänge. Zwar sei der HSV zuletzt oft im internationalen Geschäft gewesen, „aber wir haben nur zweimal die Champions League erreicht“, sagte Becker: „Nur die bringt richtig Geld.“ dpa

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