Bundesliga : HSV trennt sich von Trainer Doll

Fußball-Bundesligist Hamburger SV trennt sich von seinem Trainer Thomas Doll. Nach einer schwachen Leistung im Heimspiel gegen Energie Cottbus ist der Verein erneut Tabellenletzter. Der letzte Heimsieg liegt nun zehn Monate zurück.

Hamburg - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat die Trennung von Trainer Thomas Doll bestätigt. "Wir bedauern diese Entscheidung", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann. "Wir waren überzeugt, die Wende mit Thomas Doll zu schaffen. Nach den Eindrücken und Ergebnissen der vergangenen beiden Spiele mussten wir jetzt aber reagieren."

Doll war am Morgen in der Aol-Arena erschienen, um sich von der Mannschaft zu verabschieden. "Natürlich bin ich sehr traurig. Ich hatte zweieinhalb schöne Jahre beim HSV. Ich hoffe, dass die Mannschaft schnell die Kurve bekommt", sagte der scheidende Coach.

Schwaches Spiel gegen Cottbus

Doll hatte den Cheftrainer-Posten in Hamburg am 18. Oktober 2004 als Nachfolger von Klaus Toppmöller angetreten. Der HSV war damals Letzter und ist es nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Energie Cottbus erneut.

Die völlig verunsicherten Hanseaten zeigten nach dem 1:1 bei Arminia Bielefeld am Samstag auch gegen den braven Aufsteiger Cottbus keinen Mentalitätswechsel und provozierten den Rauswurf ihres Trainers damit förmlich. Nach dem Spiel wich Doll der Frage nach seinem Rücktritt noch aus. "Ich muss es erst in Ruhe analysieren und sacken lassen. Die Situation ist sehr, sehr brisant."

Torwart Rost: "Es kann nur noch aufwärts gehen"

Vor 52.484 Zuschauern war der HSV durch Juan Pablo Sorin (4. Minute/Foulstrafstoß) zwar schnell in Führung gegangen, Sergiu Radu (9.) rettete den Lausitzern aber einen nicht unverdienten Punkt. "Ein bitterer Moment", konstatierte Doll. Der letzte Bundesliga-Heimsieg der "Rothosen" liegt nun schon rund zehn Monate zurück: Am 9. April 2006 gab es ein 2:0 gegen Mönchengladbach.

"Ich hoffe, dass Thomas Doll unser Trainer bleibt", hatte HSV- Keeper Frank Rost nach Schlusspfiff gesagt. "Tiefer können wir in der Tabelle nicht mehr rutschen. Es kann nur noch aufwärts gehen - es fehlt der Befreiungsschlag, wir müssen an uns glauben und da unten raus!" (tso/dpa)

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