Bundesliga im TV : Sportschau ist weiterhin am Ball - auch sonntags

Die DFL hat die Rechte an der TV-Übertragung der Fußball-Bundesliga bis 2013 neu vergeben. Ändern wird sich ab der kommenden Saison aber nicht all zu viel. Die Vertragspartner sind wenig überraschend die selben wie bisher. Immerhin können die Bundesligaklubs mit ein wenig mehr Geld rechnen als zuvor.

Monika Lierhaus dpa
Monika Lierhaus kann in Zukunft auch Sonntags die Sportschau in der ARD moderieren. -dpa

Frankfurt/MainDie Vereine der 1. und 2. Fußball- Bundesliga erhalten von der Saison 2009/2010 an durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Jahr aus der Vermarktung der Medienrechte. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag in Frankfurt/Main mit. Das Gesamtvolumen des bis 2013 laufenden Vertrages beläuft sich auf 1,65 Milliarden Euro. Bisher erhielten die Profiklubs nach DFL- Angaben rund 405 Millionen Euro pro Spielzeit.

Sportschau zeigt Bundesliga auch am Sonntag

Die Pay-TV-Rechte blieben bei Premiere. Neu ist, dass die ARD- Sportschau nicht nur wie bisher am Samstag (18.30 Uhr), sondern auch am Sonntag ab 21.45 Uhr eine Zusammenfassung der Spiele des Tages sendet. In dieser Saison werden die Free-TV-Bilder der Sonntagsspiele beim DSF gezeigt. Neu ist zudem, dass eine Erstliga-Partie am Samstag ab 18.30 Uhr angepfiffen und bei Premiere übertragen wird. Dadurch zeigt die ARD am Samstag in der Zusammenfassung fünf, statt wie derzeit noch sechs Spiele. Die Zusammenfassungen der 2. Bundesliga werden am Freitag und Sonntag ebenso wie das Montagsspiel im DSF übertragen.

"Wir haben in einer schwierigen Lage für den Profi-Fußball ein vorzeigbares Ergebnis erzielt", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. Nach DFL-Angaben will der Ligaverband nun "mit allen rechtlichen Möglichkeiten" gegen die Vorgaben des Kartellamtes in Bezug auf die Zentralvermarktung vorgehen. "Es kann nicht sein, dass wir durch behördliche Maßnahmen bis hin zur Programm-Planung stärker eingeschränkt werden als alle anderen Ligen in Europa. Wir brauchen in dieser Hinsicht eine grundlegende Klärung", sagte Rauball. (mbo/dpa)

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