Bundesliga : Kuranyi rettet Schalke: Glücklicher Sieg gegen Nürnberg

Ausgerechnet Kevin Kuranyi hat Schalke 04 vor einer Pleite gegen Nürnberg zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde bewahrt. Damit gelingt den Gelsenkirchenern bereits der vierte Sieg hintereinander.

Ulli Brünger[dpa]
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Schalkes Kevin Kuranyi (2.v.l.) jubelt mit Edu (l), Rafinha und Jefferson Farfan (r) über seinen Tor zum 1:0. -Foto: dpa

Gelsenkirchen Dank Kuranyis neunten Saisontreffers feierten die Gelsenkirchener am Sonntag mit dem 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg bereits den vierten Sieg nacheinander. In der 48. Minute war der 27-Jährige, der in der Winterpause noch auf der Verkaufsliste von Trainer Felix Magath gestanden hatte, nach einem Pass von Jefferson Farfan zur Stelle. Trotz des Arbeitssieges nach einer miserablen Leistung festigten die „Königsblauen“ als Tabellenzweiter ihre Rolle als Verfolger Nummer eins von Spitzenreiter Bayer Leverkusen. Dagegen wird die Situation der Nürnberger nach der fünften Niederlage in Serie immer dramatischer. Auch der Trainerwechsel von Michael Oenning auf Dieter Hecking kurz vor Weihnachten brachte trotz der klaren Steigerung noch nichts. Nach dem 18. Spieltag beträgt der Rückstand der Franken schon fünf Punkte auf den Relegationsplatz.

Von seinen sechs neuen Spielern setzte Magath zunächst nur zwei ein: Der Ex-Bochumer Edu stürmte neben Kuranyi, gefiel aber nur durch Fleiß. Das Debüt von Peer Kluge in „Königsblau“ endete hingegen frühzeitig. Der Mittelfeldspieler, noch bis zur Winterpause in Nürnberg, musste nach 35 Minuten wegen einer Verletzung raus. Hecking stellte in seinem ersten Spiel als Nürnberger Cheftrainer sein Team um. Dabei setzte er auf die Bayern-Leihgaben Breno und Andreas Ottl, die der „Club“-Defensive Stabilität verleihen sollten.

Und das gelang zunächst vor den 61 515 Zuschauern in der Veltins- Arena: Die Gäste standen sicher in der Deckung und hatten in der ersten Halbzeit sogar die besseren Chancen. Nach einem Fehler von Bordon vergab Angelos Charisteas (26.) die beste Möglichkeit. Statt auf den mitgelaufenen Daniel Gygax zu passen, war der Grieche zu eigensinnig: Der Stürmer, der von Hecking eine neue Chance bekam, traf nur den Pfosten.

Von Schalke war nichts zu sehen. Das Team konnte an die guten Leistungen zum Abschluss der Hinrunde nicht anknüpfen. Spielerisch lief kaum etwas zusammen. Ein 18-Meter-Schuss von Ivan Rakitic (9.), der knapp am Tor vorbeiging, war die einzige nennenswerte Szene. Auch die Deckung der Gastgeber stand alles andere als sicher, so dass Magath schon nach einer halben Stunde die Defensive komplett umstellte.

Wie umgewandelt kamen die Schalker aus der Kabine: Mit ihrer ersten zielstrebenden Aktion gelang ihnen die Führung nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff: Farfan setzte sich auf der rechten Seite gegen Javier Pinola durch, die Flanke verwertete der bis dahin völlig untergetauchte Kuranyi.

Hecking reagierte und verstärkte die Offensive. Die Schalker verfielen hingegen wieder in dem Trott der ersten Halbzeit - und hatten auch noch Glück. Der eingewechselte Christian Eigler (68.) vergab die beste Chance zum verdienten Ausgleich. Freistehend scheiterte er an Torwart Manuel Neuer, der den Ball an den Pfosten lenkte.

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