Bundesliga : Leipzig schafft gegen Gladbach nur ein 2:2

RB Leipzig startet furios gegen Mönchengladbach und kann am Ende doch mit dem 2:2 zufrieden sein.

Leipzigs Kevin Kampl (rechts) hatte mit Mönchengladbach und Oscar Wendt einen harten Gegner.
Leipzigs Kevin Kampl (rechts) hatte mit Mönchengladbach und Oscar Wendt einen harten Gegner.Foto: AFP

Die erste Belastungsprobe mit dem Wechsel von Champions League auf die Bundesliga ist für RB Leipzig nur mäßig verlaufen. Drei Tage nach der Premiere in der Champions League musste sich der Vize-Meister aus Sachsen am Samstag in der Fußball-Bundesliga mit einem 2:2 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach begnügen und verpasste mit nun sieben Punkten vorerst den Anschluss an die Spitze. Die Gladbacher haben zwei Zähler weniger.

Nationalstürmer Timo Werner (17. Minute) brachte Leipzig mit seinem vierten Saisontor in Führung. Die Borussen glichen dank eines Foulelfmeters von Thorgan Hazard (25.) aus. Einen starken Pass von Naby Keita nutzte Jean-Kevin Augustin (31.) dann zu seinem ersten Treffer im RB-Trikot. Doch Nationalspieler Lars Stindl (61.) traf zum nicht unverdienten Ausgleich für die Gladbacher. Bitter für RB: In der 83. Minute sah der Leipziger Keita die Rote Karte nach einem Tritt ins Gesicht des Gladbacher Weltmeister Christoph Kramer.

Nach dem 1:1 in der Champions League gegen die AS Monaco tauschte Trainer Ralph Hasenhüttl sein Team gleich auf fünf Positionen. Endlich konnte der 50-jährige Österreicher unter anderen auch wieder auf Keita im defensiven Mittelfeld setzen. Der Guineer fehlte zuletzt wegen Adduktorenprobleme. In der Offensive gab RB-Rekordeinkauf Kevin Kampl sein Startelfdebüt neben Emil Forsberg, der die Kapitänsbinde von Willi Orban trug. Im Sturm brachte Hasenhüttl neben Werner Augustin für den Dänen Yussuf Poulsen.

Keita sah die Rote Karte

Dem Spielfluss taten die Wechsel keinen Abbruch. RB dominierte vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena, kombinierte im Höchsttempo und ließ den stark ersatzgeschwächten Gästen kaum Räume. So war es nur eine Frage der Zeit bis zur Führung. Nachdem Kampl Bernardo links klug in Szene setzte, drückte Werner den flachen Pass klug ins rechte untere Eck. Damit hat der Toptorjäger in allen drei Spielen gegen Gladbach getroffen.

Die Gäste hatten Glück, als in der 24. Minute Bernardo ungeschickt mit beiden Händen von hinten Jonas Hofmann am linken Strafraumeck zu Fall brachte. Schiedsrichter Marco Fritz entschied sofort auf Elfmeter, den Hazard mitten ins RB-Gehäuse zum Ausgleich einschoss.

Leipzig zeigte sich unbeeindruckt. Einen Steilpass von Keita nahm Augustin in der Drehung gekonnt mit und schob ihn unhaltbar für Torhüter Yann Sommer zum 2:1 ein. Glück hatten Hausherren kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einem Steilpass von Lako Zakaria scheiterte Lars Stindl zunächst an Keeper Peter Gulacsi, den Nachschuss verzog Raffael hauchdünn.

Nach dem Wechsel nahm Leipzig etwas Tempo raus. Hasenhüttl änderte vom 4:4:2 auf eine 4:2:3:1-Variante und brachte für Augustin Defensiv-Akteur Diego Demme (58.). Drei Minuten später nutzte die stärker werdenden Gladbacher eine Unsicherheit der Leipziger eiskalt aus. Zakaria legt den Ball für Stindl ab. Dieser schlenzte den Ball aus 16 Metern zum 2:2. Am Ende hatten die Leipziger Glück, dass die Gäste ihre Überzahl nicht mehr ausnutzten. (dpa)

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