Bundesliga : Leverkusen ärgert sich über ein 5:0

Rudi Völlers Worte mussten für die Liga wie eine Drohung klingen. "Von den bisherigen drei Spielen war das unser schlechtestes", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor und meinte das 5:0 des Bundesligisten beim Aufsteiger SC Freiburg.

Freiburg -  Die Tabelle führte Leverkusen vor den Sonntagsspielen als Spitzenreiter an. Cool und clever wie ein echter Titelanwärter hatte das Team die Freiburger demontiert. Trainer Jupp Heynckes gewährte dafür zwar zwei Tage frei, war aber weit entfernt von einem Freudenrausch. „Es hört sich zwar nach einem 5:0 komisch an, aber wir waren heute die glücklichere Mannschaft“, sagte der 64-Jährige.

   Tatsächlich überstand Leverkusen nur mit Glück den Freiburger Anfangswirbel schadlos. „Wenn wir uns am Dienstag wiedertreffen, werde ich viel Zeit benötigen, um über die erste Hälfte zu sprechen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen“, sagte Heynckes. Dann schlugen die Gäste eiskalt zu und nahmen dem Außenseiter den Mut. „Wenn wir erstmal führen, können wir den anderen Mannschaften richtig wehtun. Das ist eben die Qualität unserer Stürmer“, erklärte Rudi Völler.

   Die Rede war von Stefan Kießling und Eren Derdiyok, die nach drei Spieltagen je drei Treffer verbuchen. Kießling hatte vor 22 000 Zuschauern die Führung markiert und sich damit um einen Platz für die nächsten Länderspiele beworben. Derdiyok und Tranquillo Barnetta mit je zwei Treffern schraubten das Ergebnis in eigentlich unverdiente Höhen. Völler indes verbot sich jede Euphorie nach sieben Punkten aus drei Spielen. „Ein schöner Start ist natürlich immer angenehm. Aber wir haben im letzten Jahr auch eine gute Vorrunde gespielt“, sagte der 49-Jährige. Nach der Winterpause war das Team dann ins Mittelmaß abgerutscht. dpa

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