Bundesliga : Leverkusen bleibt an der Spitze - FC Bayern nur Remis

Bayer Leverkusen bleibt durch den Sieg gegen Schalke 04 Tabellenführer. Der FC Bayern kann einen 2:0-Vorsprung in Gladbach nicht zum Sieg nutzen, und Hertha BSC gewinnt das zweite Spitzenspiel hintereinander.

Stefan Kießling und Renato Augusto
Die Leverkusener Spieler Stefan Kießling und Renato Augusto. -Foto: dpa

HamburgBayer Leverkusen hat seine Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Die Werkself feierte am Samstag in der Top-Partie des 13. Spieltags einen 2:1 (2:0)-Erfolg über Verfolger FC Schalke 04 und führt die Tabelle mit 28 Zählern vor dem punktgleichen Top-Neuling 1899 Hoffenheim an, der den VfL Wolfsburg mit 3:2 (2:2) niederkämpfte. Dritter bleibt Rekordmeister FC Bayern München (25) trotz des nach 2:0-Führung enttäuschenden 2:2 (1:0) bei Borussia Mönchengladbach. Abgeschlossen wird die Runde mit der einzigen Begegnung am Sonntag zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln.

Bayer mit Anlaufzeit

Beim Spitzenspiel in der BayArena brauchte Spitzenreiter eine knapp halbstündige Anlaufzeit. Dann aber sorgten die Torjäger Stefan Kießling (30. Minute) mit seinem sechsten und Patrick Helmes (41.) mit seinem zehnten Saisontreffer für eine beruhigende Pausenführung. Nach der Gelb-Roten Karte (67./wiederholtes Foulspiel) gegen Gonzalo Castro geriet der Erfolg in der Endphase aber noch einmal in Gefahr. Kevin Kuranyis Treffer (85.) änderte aber letztlich nichts an der Serie der seit fünf Partien in Leverkusen sieglosen Schalker.

Titelverteidiger FC Bayern stand beim Erzrivalen Mönchengladbach dicht vor seinen sechsten Punktspiel-Dreier in Serie. Luca Toni (21.) und Franck Ribéry (65./Foulelfmeter) schossen für die effektiven Münchner einen vermeintlich beruhigenden 2:0-Vorsprung heraus. Doch die Gladbacher gaben sich nicht geschlagen und schafften binnen 137 Sekunden durch Rob Friend (79.) und Bradley (81.) noch den Ausgleich.

Fünf Tore in Mannheim

Hoch her ging es auch in Mannheim beim Aufeinandertreffen der kessen Hoffenheimer und der aufstrebenden Wölfe. Top-Torjäger Vedad Ibisevic (23.) und Carlos Eduardo (37.) brachten den Aufsteiger vor der Pause zweimal in Front, doch Grafite (27.) und Sturmpartner Edin Dzeko (41.) konnten jeweils egalisieren. Nach dem Wechsel schoss Chinedu Obasi (67.) für 1899 erneut einen Vorsprung heraus, den die heimstarken Gastgeber diesmal nicht mehr hergaben.

Im Verfolger-Duell konnte der Hamburger SV seine Negativ-Bilanz in Berlin nicht beenden und musste sich Hertha 1:2 (1:0) geschlagen geben. Mladen Petric (12.) brachte den seit elf Jahren auf einen Sieg im Olympiastadion wartenden HSV mit einem sehenswerten Fallrückzieher zwar in Führung, die nach Wiederanpfiff Cicero (46.) und Wladimir Domowtschijski (49.) jedoch per Doppelschlag drehten. Hertha hält damit Anschluss an die Spitzengruppe, den der HSV zu verlieren droht.

BVB tobt sich gegen Eintracht aus

Borussia Dortmund setzte beim 4:0 (3:0) gegen Eintracht Frankfurt ihre Erfolgsserie gegen die Hessen fort, die seit 1991 auf einen Sieg in Westfalen warten. Der torgefährliche Abwehrspieler Neven Subotic (5./26.) mit seinen Saisontreffern vier und fünf sowie der starke Spielmacher Tamas Hajnal (19.) und Felipe Santana (67.) besserten die Heimbilanz des BVB auf, der endlich den langerwarteten zweiten Dreier in der eigenen Arena perfekt machte. Die stark ersatzgeschwächten Gäste müssen sich zumindest vorerst weiter nach unten orientieren.

Der seit vier Partien sieglose VfB Stuttgart kam auch gegen Lieblingsgegner Arminia Bielefeld, der zuletzt vor 26 Jahren im Ländle gewinnen konnte, beim 0:0 nicht in die Erfolgsspur zurück. Der VfB bleibt dadurch im Mittelmaß stecken, die Arminia verhinderte den Absturz auf Rang 18. Dafür schaffte das zuletzt sechsmal sieglose Schlusslicht Energie Cottbus beim 1:0 (0:0) gegen den Karlsruher SC dank Branko Jelic (80.) den dringend benötigten zweiten Saisonsieg. (mbo/dpa)

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