Bundesliga : Magath lässt Stevens den Vortritt

Felix Magath hat dem HSV angeblich abgesagt, um Huub Stevens den Job nicht wegzunehmen. Der habe schon zuvor Verhandlungen mit den Hamburgern geführt, meint Magath.

Hamburg - Wunschkandidat Felix Magath hat dem Hamburger SV nach übereinstimmenden Berichten des "Hamburger Abendblatts" und des Senders n-tv einen Korb gegeben. Demnach will Magath nicht Trainer beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten werden. "Bevor der HSV am Donnerstag die Gespräche mit mir aufnahm, war sich der Verein bereits mit einem anderen Trainer einig. Da gebietet es mir mein Berufsethos, dem Kollegen den Job nicht wegzunehmen", sagte der ehemalige HSV-Coach. Die Absage wurde vom HSV am Mittag bestätigt: "Es ist Fakt, Felix Magath hat abgesagt", erklärte der Hamburger Pressesprecher Jörn Wolf.

Bei dem von Magath erwähnten Trainer handelt es sich um Huub Stevens. Mit dem Niederländer sollen die Hamburger bereits vor dem Spiel gegen Cottbus (1:1) am vergangenen Mittwoch Einigkeit über eine Verpflichtung erzielt haben, falls es zu einer Entlassung von Doll kommt. Stevens, der in der Bundesliga bereits den FC Schalke 04 und Hertha BSC trainiert hat, betreut derzeit den niederländischen Ehrendivisionär Roda Kerkrade. Er kann aber nach eigenem Bekunden sofort nach Hamburg wechseln.

Magath hält Stevens für gute Wahl

Magath bezeichnete Stevens als gute Wahl. "Er ist der richtige Mann und wird den HSV vor dem Abstieg retten", sagte der frühere Nationalspieler dem "Abendblatt". Magath hatte am Donnerstag in Hamburg zwei Mal mit dem HSV-Vorstand verhandelt und war danach zurück nach München geflogen, um das Angebot zu überdenken. "Wenn ich es mache, dann nur, weil es eine Herzensangelegenheit ist", hatte der 53 Jahre alte ehemalige Profi des HSV noch am Vorabend gesagt. Magath war bereits von Oktober 1995 bis Mai 1997 Cheftrainer beim HSV.

Der HSV kündigte unterdesse an, noch am Freitag einen neuen Trainer verpflichten zu wollen. Dieser soll bereits am Samtag gegen Hertha BSC Berlin auf der Bank der Norddeutschen sitzen. Dass es sich dabei um Huub Stevens handelt, wollte der HSV aber nicht bestätigen. (tso/dpa)

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