Bundesliga : Mainz kann es doch noch: Der FSV besiegt Stuttgart 3:1

Seine Mainzer besiegten den VfB Stuttgart in einem spannenden Spiel mit 3:1 (0:0) und feierten den ersten Heimsieg seit dem 6. August.

Kopf an Kopf: Der Mainzer Anthony Ujah (links) und Shinja Okazaki vom VFB Stuttgart.
Kopf an Kopf: Der Mainzer Anthony Ujah (links) und Shinja Okazaki vom VFB Stuttgart.Foto: dapd

Thomas Tuchel blieb 90 Minuten lang auffallend ruhig. Zuletzt war dem Trainer des FSV Mainz 05 vorgeworfen worden, er reagiere aggressiv und unbeherrscht auf die Niederlagen, die seine Mannschaft in den vergangenen Wochen zumeist abgeliefert hatte. Am Freitagabend dürfte es Tuchel leichter gefallen sein, die Contenance zu behalten: Seine Mainzer besiegten den VfB Stuttgart in einem spannenden Spiel mit 3:1 (0:0) und feierten den ersten Heimsieg seit dem 6. August. „Wir haben uns voll reingehauen und haben uns seit langer Zeit mal wieder belohnt“, sagte der Mainzer Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz. „Es war wichtig, auch mal einen dreckigen Sieg einzufahren.“ Durch die Niederlage verpassten Bruno Labbadias Stuttgarter die Chance, vorläufig bis auf Tabellenplatz zwei zu klettern.

Nach fünf Heimniederlagen und neun Spielen ohne Sieg in Folge hatte Tuchel seine Mannschaft vor 34 000 Zuschauern im ausverkauften Mainzer Stadion auf vier Positionen umgestellt – und geriet doch wieder in Rückstand. Nach einer engagierten ersten Hälfte gelang den Stuttgartern nach der Pause der bessere Start: Fünf Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Nationalstürmer Cacau nach einer scharfen Hereingabe von Martin Harnik sein viertes Saisontor. Doch der FSV zeigte sich keineswegs geschockt: Nur140 Sekunden nach dem Rückstand köpfte Anthony Ujah eine Flanke von Elkin Soto zum 1:1 ins Tor und ließ sich vom Mainzer Publikum überschwänglich für seinen ersten Treffer in der Bundesliga feiern.

Danach spielte Mainz befreit auf. Ivanschitz verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:1, nachdem Schiedsrichter Guido Winkmann einen leichten Schubser von Maza an Nicolai Müller als Foul gewertet hatte. Die Stuttgarter hatten sich kaum über die Strafstoßentscheidung beruhigt, als erneut Ujah zur Stelle war und mit dem 3:1 die Entscheidung erzielte. Leicht geschmälert wurde die große Freude der Mainzer durch die Rote Karte für Eugen Polanski, der sieben Minuten vor Schluss wegen eines groben Foulspiels an Christoph Hemlein vom Feld musste. Nach dem Schlusspfiff sah dann auch noch der Stuttgarter Maza wegen Meckerns Gelb-Rot.

„Natürlich ist die Erleichterung nach dem Sieg riesengroß“, sagte Thomas Tuchel. „Ich bin sehr froh, dass wir das heute mit etwas Glück hingebogen haben.“ (Tsp/dpa)

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