Bundesliga : Manuel Friedrich wechselt nach Leverkusen

Fußball-Nationalspieler Manuel Friedrich wechselt von Bundesliga-Absteiger FSV Mainz 05 zu Bayer Leverkusen. Der 27 Jahre alte Abwehrspieler wird beim Uefa-Cup-Teilnehmer einen Dreijahresvertrag unterschreiben.

Herzogenaurach - Nach einer enttäuschenden Bundesliga-Spielzeit hat Fußball-Nationalspieler Manuel Friedrich rechtzeitig vor den zwei Länderspielen zum Saison-Ausklang über seine Zukunft entschieden und kann sich vor dem ersehnten Urlaub mit aller Kraft den Aufgaben im Auswahl-Dress widmen. Der 27 Jahre alte Innenverteidiger gab beim Treffen der Nationalmannschaft im fränkischen Herzogenaurach seinen Wechsel vom Absteiger FSV Mainz 05 zu Uefa-Cup-Teilnehmer Bayer Leverkusen bekannt. Dort erhält er einen Dreijahresvertrag.

"Leverkusen hat mir sportliche Perspektiven geboten, die ich in meinem Alter wahrnehmen muss. Ich möchte zur EM und weiter in der ersten Liga zu spielen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dort dabei sein", begründete Friedrich seinen Schritt und nahm nach dem Vereinswechsel mit dem Team die Vorbereitung auf das Qualifikationsspiel gegen den Fußball-Zwerg San Marino am Samstag in Nürnberg auf.

"Ohne Mainz wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin"

Friedrich hatte in Mainz noch einen Vertrag bis 2008 dürfte die Leverkusener rund drei Millionen Euro gekostet haben. Der Schritt aus der Heimat Richtung Rhein sei ihm sehr schwer gefallen, sagte der siebenmalige Auswahlspieler, für den Mainz immer eine Herzensangelegenheit war. "Ich habe dem Verein alles zu verdanken, ohne Mainz wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin und auch kein Nationalspieler", sagte "Manu", der unter Joachim Löw am 16. August 2006 gegen Schweden erstmals im DFB-Trikot aufgelaufen war.

Rat hatte er auch bei seinem Freund, dem Mainzer Trainer Jürgen Klopp gesucht. "Ich habe mit Kloppo gesprochen und er hat gesagt, dass der Schritt Gewinn bringend für mich ist", sagte Friedrich, dem von Klopp immer wieder ein "astreiner Charakter" bescheinigt worden war. Angebote habe er auch aus dem Ausland gehabt, doch Deutschland verlassen wolle er frühestens in vier Jahren verlassen. "Wenn ich 30, 31 bin, dann kann ich diesen Schritt wagen", sagte Friedrich, der in Leverkusen der fünfte Zugang für die neue Saison ist. Bislang hatte der Werksclub den Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas (VfL Bochum), Lukas Sinkiewicz (1. FC Köln), Hans Sarpei (VfL Wolfsburg) und den Chilenen Arturo Vidal verpflichtet.

Auch Zidan verlässt voraussichtlich Mainz

Für Mainz wiegt Friedrichs Abgang schwer, denn mit Mohamed Zidan steht eine weitere Stammkraft vor dem Absprung. Der Stürmer soll voraussichtlich zum Hamburger SV wechseln.

1995 hatte "Manu" noch als Jugendspieler beim FSV Mainz angeheuert, verließ den Club dann 2002 für unbefriedigende anderthalb Jahre zu Werder Bremen. Dort kam der in seiner Karriere von zwei Kreuzbandrissen lange zurückgeworfenen Profi nur zu einem seiner 100 Bundesliga-Einsätzen (4 Tore). In der Nationalmannschaft traf er bei sieben Einsätzen bislang ein Mal: Im Hinspiel gegen San Marino am 6. September (13:0) steuerte er den Treffer zum 12:0 bei - auch diesmal würde er gerne wieder gegen das Team aus dem Zwergstaat treffen. (Von Christian Kunz und Jens Mende, dpa)

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