Bundesliga : Nowotny verlässt Leverkusen im Sommer

Nach langen Querelen wird Abwehrchef Jens Nowotny den Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen zum Saisonende verlassen.

Leverkusen - Wie sein Berater Georg Bischoff am Dienstag mitteilte, kann der 32-Jährige im Sommer ablösefrei wechseln. «Dies ist definitiv, die Kündigung ist fristgerecht eingereicht», sagte Bischoff und ergänzte: «Es hat viele Streitereien gegeben. An einem charakterfesten Spieler wie ihm ist das nicht spurlos vorbeigegangen.»

Der 45-malige Nationalspieler und seine Beraterfirma hatten Bayer 04 zuletzt zwei Mal wegen der Versteuerung eines Handgeldes sowie auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verklagt. Nowotny wurde daraufhin vom Club monatelang suspendiert. Erst seit dem 8. Februar gehört er wieder zur Stammformation und absolvierte in der Rückrunde acht Erstligaspiele. Nach guten Leistungen macht er sich sogar noch Hoffnungen auf ein Nationalmannschafts-Comeback bei der Weltmeisterschaft.

«Es gibt mehrere Anfragen aus der Bundesliga und von zwei internationalen Vereinen», erklärte Bischoff. Bereits im Dezember 2005 habe der bis 2008 gültige Vertrag «einvernehmlich» abgeändert werden können. Nowotny, der seit zehn Jahren dem Bayer-Kader angehört, will sich in der Sommerpause entscheiden, wo er seine Karriere fortsetzen wird. «Bis dahin wird Jens Nowotny sich voll und ganz darauf konzentrieren, mit weiterhin guten Leistungen einen Uefa-Cup-Platz für Bayer zu erreichen», heißt es in einer Erklärung.

Unabhängig davon legt Nowotny «größten Wert auf die Feststellung, dass er sich bei Bayer 04 bis auf einige unschöne Monate immer sehr wohl gefühlt» habe. Dies galt aber nicht für die Zeit, als er seinen Verein vor Gericht gebracht hatte. Bei der einen Klage ging es um eine Lohnfortzahlung über die gesetzliche Sechs-Wochen-Frist hinaus, nachdem sich Nowotny im Februar 2005 zum vierten Mal das Kreuzband gerissen hatte. Hierbei soll es sich um eine Millionen-Euro-Summe gehandelt haben. Zudem hatte seine Beraterfirma den Club wegen der Versteuerung eines Handgeldes von rund zehn Millionen Euro verklagt, das Nowotny bei seiner Vertragsverlängerung 2002 ausgehandelt hatte. In beiden Fällen hatte sich Bayer 04 juristisch durchgesetzt. (tso/dpa)

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