Bundesliga : Nürnberg fühlt sich beim 1:2 in Gladbach benachteiligt

Die Spieler und Offiziellen des 1. FC Nürnberg hörten gar nicht mehr auf zu schimpfen.

Mönchengladbach -  Der Ärger der Spieler täuschte aber nicht über die miserable Situation im Abstiegskampf und die eigene mäßige Leistung hinweg. „Wir werden bestimmt nicht beschönigen, dass die Mannschaft sehr schlecht gespielt hat, aber der Schiedsrichter traf in einer wichtigen Situation eine falsche Entscheidung gegen uns“, sagte Sportdirektor Martin Bader.

Im Fokus des Ärgers über die 1:2 (0:1)-Niederlage der Nürnberger bei Borussia Mönchengladbach lag der Siegtreffer der Gastgeber durch Rob Friend, der nach Meinung der Gäste irregulär war. Schiedsrichter Florian Meyer gab das Tor. Bevor der Kanadier Friend nur 40 Sekunden nach seiner Einwechselung in der 74. Minute traf, war Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer in einem Luftkampf mit dem Gladbacher Karim Matmour im Fünfmeterraum zu Fall gekommen. „Das geschah im Hoheitsgebiet des Torwarts. Fast jeder im Stadion hat gesehen, dass der Treffer nicht hätte zählen dürfen“, sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Bader zog am Freitagabend sogar in Erwägung, beim Deutschen Fußball-Bund zu beantragen, dass Meyer keine Spiele mehr mit Beteiligung der Franken leiten soll. „Das war nicht der erste Vorfall, die Ehe zwischen Meyer und Nürnberg ist keine glückliche“, sagte der Sportdirektor, der diesen Plan aber sogleich wieder verwarf: „Das hat keinen Sinn.“

Noch tiefer saß bei Bader und Hecking der Frust über die eigene Mannschaft, die sich in der ersten Hälfte desolat präsentierte. Heraus kamen vor 34 297 Zuschauern im Borussia-Park Ballverluste am Fließband. Für Gladbach war angesichts der großen Chancenfülle vor der Pause mehr drin als nur das 1:0 durch Roberto Colautti, das Albert Bunjaku kurz nach dem Wechsel ausglich. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar