Bundesliga : Rostock kämpft sich frei

Hansa Rostock gelang im letzten Spiel vor der Winterpause ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Mit 2:0 besiegten sie einen großteils harmlosen VfL Bochum und überwintern damit auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

Karsten Lehmann
Rostock
Pure Freude: Der Rostocker Sebastian Hähnge feiert sein Tor zum 2:0 kurz vor der Halbzeit. -Foto: dpa

RostockHansa Rostock überwintert auf einem Nicht-Abstiegsplatz in der Fußball-Bundesliga. Durch das 2:0 (2:0) gegen den VfL Bochum verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf auf Tabellenplatz 15. Kai Bülow in der 7. Minute sowie Sebastian Hähnge (43.) sicherten dem Aufsteiger vor 15.000 Zuschauern nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander den verdienten Sieg und einen ruhigen Jahreswechsel. Bochum, das in den vergangenen fünf Spielen nur eine Niederlage kassiert hatte, ist als 13. noch vier Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.

VfL-Torwart Rene Renno bemängelte die Zweikampfschwäche seiner Mannschaft. "Rostock hat es vorgemacht, wie man in Zweikämpfe gehen muss. Wir haben da nichts gewonnen, da muss man auch einmal die eigene Einstellung hinterfragen", sagte er. Auch Tommy Bechmann zeigte sich selbstkritisch: "Die erste Halbzeit war richtig schlecht. Wir sind weit von dem entfernt, wo wir hinwollen."

Couragierter Auftritt der Heimmannschaft

Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf gab Torhüter Jörg Hahnel eine weitere Chance. Der 25-Jährige hatte in Leverkusen beim 0:3 vor einer Woche sein Bundesligadebüt gegeben. Bei den Hanseaten fehlten Kapitän Stefan Beinlich (Knieprobleme), Stürmer Enrico Kern (Gelb-Sperre), Offensivmann Regis Dorn (Oberschenkelzerrung) sowie Abwehrspieler Benjamin Lense (Muskelfaserriss in der Wade). Bochum musste auf Abwehrspieler Marcel Maltritz verzichten, der wegen einer Knochenabsplitterung im Zeh pausierte. Für ihn spielte der nach einer Muskelverletzung genesene Anthar Yahia.

Von einer Verunsicherung nach drei Schlappen hintereinander ohne eigenes Tor war bei den Gastgebern nichts zu spüren. Von Beginn an nahm die Heimmannschaft das Heft in die Hand. Bereits nach sieben Minuten nickte Bülow die Kopfballverlängerung Christian Rahns zur frühen Führung ins Tor. Zafer Yelen, der zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag absolvierte, hatte zuvor die Ecke in den Bochumer Fünfmeterraum befördert. Auch nach dem Rückstand taten die Gäste zu wenig für ihr Offensivspiel. Stanislav Sestak sorgte nach mehr als einer halben Stunde mit einem Schuss aus halblinker Position das erste Mal für Gefahr im Rostocker Strafraum, doch auch diesmal traf der Slowake auswärts einfach nicht das Tor.

Harmlose Bochumer auch in Halbzeit Zwei chancenlos

Rostock blieb am Ball und nutzte kurz vor dem Halbzeitpfiff eine seiner Chancen zum 2:0. Hähnge verwertete die Flanke von Dexter Langen per Kopf zur verdienten Pausenführung. Während Bochum die erste Hälfte verschlief, ruhten sich die Rostocker nach der frühen Führung nicht aus. Bülöw hatte kurz nach der Pause sogar die Chance, auf 3:0 zu erhöhen, doch Rene Renno parierte den Aufsetzer mit einem Klasse-Reflex. Bochum zeigte weiter Abwehrschwächen bei Standardsituationen und ließ ein Aufbäumen gegen die Niederlage vermissen. Auf der Gegenseite verfehlte Hähnge gleich zweimal einen weiteren Rostocker Treffer (68./72.) nur knapp.

Eine Schlussoffensive der enttäuschenden Bochumer ließ auch in der Endphase des Spiels auf sich warten. Die erste Ecke nach 83 Minuten demonstrierte die Harmlosigkeit der Westfalen. Hansa wurde bis zum Schluss bis auf Einzelaktionen wie beim Lattenschuss des eingewechselten Pavel Drsek (85.) vor keine Probleme mehr gestellt. (mac/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben