Bundesliga-Rückrunde : Ein Neuer aus der alten Zeit

Marco Engelhardt soll den Karlsruher SC retten.

Oliver Trust
KSC-Vorstand darf wiedergewählt werden

Karlsruhe - Seit Wochen tingelt Marco Engelhardt als Lobbyist durch Fernsehstudios, Zeitungsredaktionen und Radiosender. Der dreimalige Nationalspieler soll beim Karlsruher SC zur Führungsfigur aufgebaut werden, die dem badischen Klub im Abstiegskampf den Weg weist. Engelhardt macht seinen Job, wie man es erwarten darf. Er streut zwischendurch ein paar kernige Ausdrücke ein, die den Eindruck festigen sollen, da meine es einer ernst. Und er klingt, als sei er nie weg gewesen. Kaum etwas hat sich verändert seit Engelhardt 2004 erst zum 1. FC Kaiserslautern ging und dann mit Nürnberg den Pokal gewann. Drei Jahre hatte Engelhardt von 2001 bis 2004 mit den Badenern zuvor in der Zweiten Liga gespielt. Nun kaufte man ihn als Retter zurück. Zeugwart, Putzfrau, Kabine, Stadion – alles sei gleich geblieben, stellte der Mittelfeldspieler fest: „Nur der Kraftraum ist neu eingerichtet.“ Mit ihm, so hoffen manche, kehren die schönen, alten Zeiten zurück.

Der KSC hat sich noch einen zweiten Helfer aus der Vergangenheit als Retter geholt. Der ausgeliehene Giovanni Federico soll Tore schießen. Bisher war das eine Sache, die der 15. der Tabelle nicht besonders gut konnte. Von Federico weiß man, dass er das in der Zweiten Liga konnte. Er kam aus Dortmund zurück, wo er sich nicht durchsetzen konnte. Damals in Karlsruhe traf er 19 Mal in 34 Spielen, dazu kamen 14 Vorlagen. Federico genoss den Status eines Helden und ging nach dem Aufstieg 2007 zum BVB. In dieser Saison spielte er dort aber nur noch ganze 50 Minuten.

Die schönen Bilder aus der Vergangenheit, die alle noch im Kopf haben, helfen sicher nicht weiter. „Die Mannschaft ist zu brav. Es fehlen viele Kleinigkeiten“, sagte Engelhardt. Weil Kapitän Maik Franz immer noch verletzt ist (Fersenödem), muss Engelhardt den starken Mann spielen. „Wir müssen dringend das Bewusstsein stärken, dass es hier um den Erhalt der Bundesliga geht“, sagte Engelhardt. Dabei wird auch Federico helfen müssen. Der erinnert aber erst einmal an erfolgreiche Tage: „Wir haben hier einmal erfolgreich zusammengearbeitet. Warum sollte das nicht wieder gelingen?“. Oliver Trust

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