Bundesliga-Saisonstart : Der Ball rollt wieder

Die Bundesliga ist in ihre 45. Saison gestartet. Das Gipfeltreffen zwischen Stuttgart und Schalke endete ohne Sieger.

Stuttgart Der VfB Stuttgart hat im Gipfeltreffen mit Vizemeister Schalke 04 einen Fehlstart verhindert. Im erst in der Schlussphase spannenden Eröffnungsspiel der 45. Saison der Fußball-Bundesliga trennten sich der deutsche Meister und die "Königsblauen" mit einem gerechten 2:2 (0:1)-Unentschieden. Sami Khedira (63.) und der Mexikaner Pavel Pardo (67./Foulelfmeter) bewahrten den VfB vor 55.800 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion vor der ersten Niederlage nach acht Bundesligasiegen in Serie. Levan Kobiaschwili (25.) und Neuzugang Ivan Rakitic (76.) trafen für Schalke, das seit acht Jahren nicht mehr in Stuttgart gewonnen hat.

Große Brisanz strahlte das mit hohen Erwartungen verknüpfte Duell Erster gegen Zweiter nicht aus. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw waren Strafraumszenen, gefährliche Torschüsse und spielerische Akzente eine Stunde lang Mangelware. "Aller Anfang ist schwer. Die Bemühungen sind da, aber keine Höhepunkte", mäkelte Franz Beckenbauer zur Halbzeit. Als aber Schalke bei seinen Kontern fast das 2:0 durch Fabian Ernst (57.) erzielt hätte, der aber am neuen VfB-Keeper Raphael Schäfer scheiterte, zeigte der Meister Moral und drehte auf.

Stuttgart beweist Moral

Nach Zuspiel des starken Roberto Hilbert nutzte Khedira einen Ausrutscher von Marcelo Bordon zum Ausgleich, vier Minuten später schoss Pavel Pardo die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung, nachdem Schalkes Torhüter Manuel Neuer Stuttgart Neuzugang Ciprian Marica im Strafraum gefoult hatte. Doch die kalte Dusche folgte: Der eingewechselte Neuzugang Ivan Rakitic zeigte beim 2:2 seine Klasse.

Angesichts andauernden Personalsorgen - neben dem "Fußballer des Jahres" Mario Gomez fehlten auch die verletzten Yildiray Bastürk und Mathieu Delpierre sowie der gesperrte Gledson - war der VfB von seiner Meisterform lange Zeit weit entfernt. Marica deutete an, dass er eine Verstärkung sein könnte. Auf dem Posten von Ludovic Magnin überzeugte Artur Boka.

Schalke beschränkte sich weitgehend auf die Defensive und brachte nach vorne nur wenig zu Stande. Nationalstürmer Kuranyi, der mit seiner Kritik an Schalkes Transferpolitik für Unruhe im Club gesorgt hatte, trat nur selten in Erscheinung. Dagegen machte der quirlige Mesut Özil, der zunächst den Vorzug vor Rakitic erhielt, eine gute Figur, wurde aber zur zweiten Halbzeit vom Ex-Frankfurter Jermaine Jones abgelöst. (mit dpa)

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