Bundesliga : Sanierungsphase beim BVB beendet

Bundesligist Borussia Dortmund hat scheinbar seine Finanzen wieder im Griff. Durch die Kapitalerhöhung hat es die BVB-Führung geschafft, die Verbindlichkeiten auf 20 Millionen Euro zu senken.

Dortmund - Geschäftsführer Joachim Watzke von Borussia Dortmund betrachtet die Sanierungsphase des Fußball-Bundesligisten als beendet. "Die ist mit der Vollzeichnung der Kapitalerhöhung abgeschlossen. Ich will das Wort auch nicht mehr hören", sagte Watzke den "Ruhr Nachrichten". Die Borussia habe wieder eine erstklassige Perspektive und gemessen an der Ertragskraft des Unternehmens überschaubare Verbindlichkeiten, betonte der BVB-Chef. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA nahm durch die Kapitalerhöhung Ende August insgesamt mehr als 37 Millionen Euro ein.

Mit Alexander Frei (4 Millionen), Nelson Valdez (4,5 Millionen) und Tinga (3 Millionen) hatten die Dortmunder in der Sommertransferperiode erstmals wieder Spieler für Millionenablösesummen verpflichtet, allerdings auch Tomas Rosicky (9,7 Millionen) und David Odonkor (6,7 Millionen) für hohe Ablösesummen abgegeben.

100 Millionen Schulden abgebaut

Watzke hatte sein Amt als Geschäftsführer im Februar 2005 angetreten, als der Verein rund 120 Millionen Euro Schulden hatte. Inzwischen konnten die Verbindlichkeiten durch die jüngste Kapitalerhöhung auf rund 20 Millionen gesenkt werden, wobei finanzielle Verpflichtungen aus der Stadionfinanzierung nicht eingerechnet sind. Watzke argumentierte, die Einbeziehung der Stadionfinanzierung wäre unseriös. "Der Vergleich würde hinken und den Blick darauf verbergen, dass wir 100 Millionen Euro abgebaut haben." Zudem würde der Stadionrückkauf durch günstige Zinsen anstatt zu hoher Mieten vier Millionen Euro pro Jahr sparen, fuhr Watzke fort.

Als Gründe für die rasche Sanierung führte Watzke den Vertrag mit Signal Iduna über die Namensrechte am Stadion, den RAG-Deal und die bessere Vermarktung der Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) an. Dabei habe man auch Glück gehabt, räumte der BVB-Geschäftsführer ein. Es sei nicht abzusehen gewesen, dass die Sanierung so schnell abgeschlossen werden könnte.

(tso/ddp)

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