Bundesliga-Sonntag : Remis im Grippe-Gipfel

Der 18. Bundesliga-Spieltag endet mit einem Remis: Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich Köln und Kaiserslautern 1:1-Unentschieden auf dem Betzenberg.

Keine Chance: Kölns neuer Torwart Michael Rensing streckt sich vergebens, den Treffer zum 1:1-Endstand durch Lauterns Jan Moravek kann er nicht verhindern.
Keine Chance: Kölns neuer Torwart Michael Rensing streckt sich vergebens, den Treffer zum 1:1-Endstand durch Lauterns Jan Moravek...Foto: dpa

Der 1. FC Kaiserslautern hat im Heimspiel gegen den 1. FC Köln einen Punkt gerettet und den nächsten kleinen Schritt Richtung Klassenverbleib gemacht. Trotz 50 Minuten in Unterzahl schaffte die „Roten Teufel“ am Sonntag gegen den 1. FC Köln ein 1:1 (0:1)-Unentschieden. Jan Moravek (51. Minute) erzielte vor 42 295 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion den Ausgleich für die Pfälzer, die mit 22 Punkten auf den zehnten Platz der Fußball-Bundesliga kletterten.

Die von einer Krankheitswelle geplagten Kölner konnten aus dem Platzverweis für Lauterns Srdjan Lakic (39.) und mehr als 50 Minuten Überzahl kein Kapital schlagen. Das Tor von Lukas Podolski (29.) nach kurioser Pfosten-Vorlage des Lauterers Rodnei reichte gegen den
Angstgegner nicht zum ersehnten Sieg. Mit nun 16 Zählern stehen die „Geißböcke“ nach dem Rückrundenbeginn auf dem Relegationsplatz 16.

Bei den Kölnern fehlte das Grippe-Quartett Mohamed, Brecko, Jajalo und McKenna. Dafür feierte neben den anderen beiden Winter-Neulingen, Christian Eichner und Slawomir Peszko, Michael Rensing nach einem für ihn frustrierenden Jahr sein Bundesliga-Comeback. Besonderen Spaß machte die Partie dem Ex-Münchner sicher nicht. Bis zur 51. Minute wurde er nicht ernsthaft geprüft, dann war er beim Schuss von Moravek von der Strafraumgrenze machtlos.

Im ersten Abschnitt hatte Andrézinho bei einem Kopfball von Rodnei (11.), der später zum großen Unglücksraben werden sollte, die erste Chance der Hausherren kurz vor der Linie entschärft. Ansonsten mieden beide Teams in der hektischen und zerfahrenen Anfangszeit die Strafräume.

Kölns neuer alter Kapitän Podolski hatte seinen ersten großen Moment nach 29 Minuten. Einen Freistoß knallte „Prinz Peng“ an das Lattenkreuz. Nur Sekunden später kam der Nationalspieler durch freundliche wie kuriose Mithilfe von Rodnei zu seinem fünften Saisontor. Der Lauterer passte ohne Not und ohne Grund zurück Richtung eigenes Tor, der Pfosten verhinderte ein Eigentor. Podolski schob den Abpraller am verdutzten Schlussmann Tobias Sippel zur schmeichelhaften Führung ins Netz.

Der nächste Nackenschlag für die Roten Teufel kam kurz darauf. Torjäger Lakic forderte nach einem Schubser von Andrézinho vehement einen Strafstoß. Eichner beschimpfte den Angreifer. Lakic reagierte mit einem Wischer Richtung des Gesichts des Kölners. Schiedsrichter Guido Winkmann sah eine Tätlichkeit und stellte den Angreifer vom Platz - Eichner kam mit einer Gelben Karte davon.

Der nach seiner hartnäckigen Erkältung an der Seitenlinie dick eingemummelte Lautern-Coach Marco Kurz brachte zur zweiten Halbzeit Angreifer Adam Nemec. Die Hausherren machten nun auch in Unterzahl richtig Dampf. Der Ausgleich fiel schließlich mit freundlicher Unterstützung der Kölner Pezzoni und Geromel, die unfreiwillig für Moravek auflegten.

Geromel machten seinen Fauxpas wieder gut, als er vor dem einschussbereiten Nemec (58.) rettete. Kurz darauf krachte der Schuss von Florian Dick an die Latte (61.). Den Kölner Sieg verhinderten Leon Jessen und Oliver Kirch (84.), die bei Chancen von Podolski und Geromel auf der Linie klärten. Rensing konnte sich doch noch auszeichnen und klärte bravourös gegen Thanos Petsos (87.). Kurz zuvor hatte der Sprint einer getigerten Katze an der Seitenlinie für Aufsehen gesorgt. (dpa)

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